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	<title>MedienMittwoch-Weblog</title>
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	<description>Podcasts vom MedienMittwoch</description>
	<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 12:43:59 +0000</pubDate>
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		<title>„Einladen, ermutigen, inspirieren“</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 11:51:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Borgfeld</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Almprojekt]]></category>

		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>

		<category><![CDATA[Hüther]]></category>

		<category><![CDATA[Kindergarten]]></category>

		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[„Einladen, ermutigen, inspirieren“ - Gerald Hüther hat beim 118. MedienMittwoch genau das auf beeindruckende Weise gemacht: Sein 45 minütiger frei gehaltener Vortrag und der anschließende Dialog mit den rund 250 Gästen band die Zuhörer immer wieder ein, war mitreißend - wann sieht man schon mal einen Professor, der einen Lachs auf dem Weg zum Laichplatz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Einladen, ermutigen, inspirieren“ - Gerald Hüther hat beim 118. MedienMittwoch genau das auf beeindruckende Weise gemacht: Sein 45 minütiger frei gehaltener Vortrag und der anschließende Dialog mit den rund 250 Gästen band die Zuhörer immer wieder ein, war mitreißend - wann sieht man schon mal einen Professor, der einen Lachs auf dem Weg zum Laichplatz spielt -, machte Mut, eingefahrene Denkmuster zu überprüfen, neue Erfahrungen zu machen und so zu neuen Haltungen zu kommen, und inspirierte - sonst würden diese Zeilen hier nicht stehen. </p>
<p><strong>Begeisterung</strong><br />
Hüther beschäftigt sich als Neurobiologe damit, wie sich das Gehirn entwickelt, und stellt seine Erkenntnisse den alltäglichen Methoden des Lehrens in Kindergarten und Schule gegenüber. Die dort zu beobachtende Praxis begeistert ihn nicht, schlimmer noch: sie kann die Kinder nicht begeistern. Begeisterung aber ist eine Grundvoraussetzung, um Potenziale wirklich und umfassend zur Entfaltung bringen zu können. </p>
<p><strong>Lernen</strong><br />
„Ich bin auf dem Land groß geworden, in einem Mühlendorf. Und wissen Sie, was das besten an der Kindheit war: Die Erwachsenen hatten keine Zeit!“ So konnten die Kinder ihre Erfahrungen machen, lernten ihre Grenzen kennen und auch, wie sie diese erwetern konnten, sich selbst zu organisieren, lernten, dass es sich lohnt, kreativ zu sein. Diese Erfahrungen stehen den heutigen Prinzipien frühkindlicher Erziehung diametral gegenüber: Kaum im Kindergarten werden die Kleinen mit Programmen versorgt, die a) Erwachsene für bedeutsam halten, nicht die Kinder, und die b) Neugierde und damit den eigenen Lernantrieb ausschalten. Die Kinder werden zu Menschen erzogen, für die Lernen eine Konsumhaltung ist. So versteht es sich fast von selbst, dass Hüther die Frage nach dem besten Kindergartenprinzip mit „Waldkindergarten“ beantwortete - hier lernen Kinder, sich selbst zu erfahren und werden gefordert, ihren Tag selbst zu gestalten.</p>
<p><strong>Was ist bedeutsam, was nicht?</strong><br />
Ob etwas bedeutsam ist oder nicht, kann eigentlich jeder nur für sich beantworten. Kinder haben das Problem, dass Erwachsene Dinge für bedeutsam halten, die Kinder gar nicht bedeutsam finden - und dann doch machen. Zum Beispiel bei Tisch ruhig sitzen. Hier habe ich gedacht „stimmt“ und hätte mich in Kenntnis kindlichen Bewegungspotenzials dann doch gerne mit Hüther weiter über die Entwicklung der Zivilisation und alterative Modelle des Zusammenlebens unterhalten. Ich vermute, wir hätten uns dann noch etwas ausführlicher über ein menschliches Grundbedürfnis gesprochen, das Hüther als „Verbundensein und frei“ beschreibt und für das es noch kein gesellschaftliches Modell gebe.</p>
<p><strong>Haltung</strong><br />
Beim Schreiben über den Vortrag arbeitet meine Erinnerung assoziativ: Ich denke an das kindliche Verhalten und erinnere mich an Hüthers Ausführungen zu Haltung. Haltung sei etwas, das man duch viele entsprechende kognitive und emotionale Erfahrungen erwerbe. Verhaltensänderungen seien Verhaltensänderungen, sie führen aber nicht zu veränderter Haltung! Auch wenn man diese ändern wolle, werde das nicht von allein gelingen. Voraussetzungen seien neue, positive Erfahrungen - und diese auch so häufig und zuverlässig, dass sie sich zu einer Haltung manifestieren könnten. Man müsse verstehen, wo man herkomme, um seine Haltung ändern zu können. Und hierzu seien neben den kognitiven Erfahrungen vor allem auch emotionale Erfahrungen wichtig. </p>
<p><strong>Das Almprojekt</strong><br />
Hüther wurde auf sein Almprojekt angesprochen, bei dem er Jungen mit der Diagnose „ADS“ (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) einen Sommer lang auf einer Alm versammelte,  um diese zu bewirtschaften. Zusammengefasst: Das Projekt war ein Erfolg, das auch noch Monate später bei Familienkrisen und in der Schule Wirkung zeigte. Doch wenn man wie die Pharmaindustrie für eine wissenschaftliche Auswertung eine „Doppelblind-Placebobasierte“ Studienanlage voraussetze, sei eine wissenschaftliche Auswertung unmöglich.</p>
<p>Gemeinsames Essen gehörte auf der Alm zu den Grundregeln: Erst wenn alle am Tisch saßen, durfte gegessen werden. Die Jungen seien um sieben Uhr aufgestanden, aber es habe einmal um neun noch kein Essen gegeben, denn immer wenn einer oder zwei noch fehlende zu Tisch kamen, sei einer aufgesprungen und gegangen: „Da waren die Jungs total aufmerksam, das war ihnen wichtiger als zu frühstücken!“</p>
<p><strong>Muster brechen</strong><br />
Es sind Anekdoten wie diese und konkrete Darstellungen von Erlebnissen und Erfahrungen, die Hüthers Vortrag so lebendig und damit selbst zu einem Erlebnis machen. Im Kern geht es immer wieder darum, einzuladen, zu ermutigen und zu inspirieren. Und das heißt immer auch: Regeln zu hinterfragen, Muster zu brechen. Dazu braucht es Mut. Hüther erzählt die Geschichte von den Lachsen, die nach der Rückkehr zu ihrer Geburtsstätte und dem Ablaichen sterben. Das sei bei den Lachsen so programmiert, sprich: genetisch vorgesehen, wurde lange als biologisches Faktum gesehen. Bis ein Biologe die vermeintliche Tatsache überprüfte und alle Lachse nach dem Ablaichen einsammelte, markierte und zurück ins Meer brachte. Und siehe da: ein Jahr später waren die markierten Lachse wieder zurück an der Stätte ihrer Geburt. Ergo: Die Lachse sterben nicht, weil sie so programmiert sind. „Sie sterben an den Folgen ihrer Vorstellung“, das heißt, am Stress: Der Ort ihrer geburt ist kein Paradies, sondern ein flaches Gewässer mit vielen Lachsen und nichts zu fressen&#8230;</p>
<p>Es lohnt sich, Gesetzmäßigkeiten zu hinterfragen. Hüther erzählt von Dänemark, das soviel auf seine gemeinschaftliche und kooperative Erziehung gehalten habe. Und das jetzt feststelle, dass das System eine Generation asozialer Egoisten hervorgebracht habe. Also wurde der dänische Familientherapeut Jesper Juul zu Rate gezogen. Hüther hat ihn gefragt, was er gemacht habe. Juul antwortete, dass es in den Kindergärten immer gemeinsames Esse gegeben habe. Hüther entgegnete, das sei doch gut, was daran verkeht sei? Juul erklärte dies an einem Beispiel: Er habe eine Regel verändert: Jeder können Essen, wann er wolle. Aber nie alleine. das führe dazu, dass die Kinder selbst Gruppen bildeten und Beziehungen aufnähmen: Sie bestimmten sich selbst und seien nicht durch Erwachsene bestimmt.</p>
<p><strong>Einladen, ermutigen, inspirieren</strong><br />
Am Ende nochmal die Aufforderung, einzuladen, zu ermutigen und zu inspirieren eine günstige Erfahrung zu machen.<br />
Wie das nicht zuletzt in der Schule möglich ist, beschreibt Hüther am Beispiel der Evangelische Schule Berlin Zentrum und der Arbeit der Schulleiterin Margret Rasfeld. Die Schule habe die Schüler schlicht gefragt, was ihnen am Herzen liege, was sie machen wollten. Den Schülern lag die Umwelt am Herzen, sie wollten Klimabotschafter werden. Wo sie anfangen wollten?<br />
Na hier, bei sich im eigenen Viertel.<br />
Wie sie das machen wollten?<br />
Hingehen und die Menschen auf Ihre Verfehlungen und ihr klima- und umweltschädliches Verhalten aufmerksam machen.<br />
Und dann würden die Menschen ihr Verhalten ändern?<br />
Nein, das wohl nicht. Man müsste das schon erklären können.<br />
Und dann hätten die Schüler begonnen, sich zu überlegen, was man alles an Rüstzeug mitbringen müsse, um Klimabotschafter zu werden und sich den Fragen der Erwachsenen stellen zu können. Herausgekommen sei ein Curriculum, das das der Schulbehörde übertroffen habe. Und die Schüler hätten sich dran gemacht, die erforderlichen Dinge zu lernen: Biologie, Physik, Chemie, Deutsch. Gestaltung und und und. Weil sie Klimabotschafter werden wollten. Und hätten am Ende eine Prüfung vorgenommen, mit zwei Lehreren und drei Schülern als Prüfern. Und wer bestanden hätte, konnte sich Kimabotschafter nennen.<br />
Schüler wollen lernen. Man müsse ihnen halt eine Begründung geben, warum sie etwas lernen. In der vierten Klasse für die Hochschulzugangsberechtigug zu lernen ist viel zu abstrakt, um als Motivation geeignet zu sein.<br />
Also müssen wir unsere Haltung ändern. Die Frage sei, ob wir selbst dazu in der Lage sind. Hüther verwies darauf, dass Burn-Out sich zur Volkskrankheit entwickle, die Krankheit Depression ständig zunehme. Dies sei das Resultat einer ungesunden Beziehungskultur, in der alles mögliche stattfinde, nur keine Begeisterung. Aber es sei möglich, das zu ändern. </p>
<p>Hüther hat sein Publikum begeistert. Es wäre interessant zu erfahren, was die Zuhörer mitgenommen haben. <strong>Schreiben Sie uns!</strong></p>
<p>Hier ein paar interessante Links<br />
<a href="http://www.gerald-huether.de/">http://www.gerald-huether.de/</a><br />
<a href="http://www.sinn-stiftung.eu">http://www.sinn-stiftung.eu</a><br />
<a href="http://www.familylab.de/om_jesper_juul.asp">http://www.familylab.de/om_jesper_juul.asp</a><br />
<a href="http://www.ev-schule-zentrum.de/">http://www.ev-schule-zentrum.de/<br />
</a><br />
Prof Hüther versucht Netzwerke zu bilden, die den Beteiligten Gelegenheit bieten, ihre unterschiedlichen Kenntnisse und Fähigleiten zusammenfliessen zu lassen. Deshalb ist er Gründungsmitglied verschiedener Netzwerke:<br />
Archiv der Zukunft - Netzwerk für Schulentwicklung, <a href="http://www.adz-netzwerk.de">http://www.adz-netzwerk.de</a><br />
Wissenschaftliches interdisziplinäres Netzwerk für Erziehung und Bildungsfragen,<br />
<a href="http://www.win-future.de">http://www.win-future.de </a><br />
Netzwerk für humanitäre Fragen in der Wirtschaft, <a href="http://www.forum-humanum.eu">http://www.forum-humanum.eu</a></p>
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		<title>Livemusik gesucht</title>
		<link>http://weblog.medienmittwoch.de/2011-03-12/livemusik-gesucht/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Mar 2011 21:42:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timm Nüchter</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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Zum  etwas sperrigen Thema “Ich bin ein Star - Holt mich hier rein / Livemusik-Szene in FrankfurtRheinMain” hat sich eine illustre Schar an Podiumsteilnehmern beim MedienMittwoch eingefunden, die als Clubbetreiber, Konzertveranstalter und Musikjournalisten intime Einblicke in das Geschehen mitbringen. Frank Diedrichs Club Das Bett passt dabei bestens zum Anlass und ist gut gefüllt.
Gleich zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.stonebreaker.de/wp-content/uploads/2011/03/110309_007_m2_liveszene-frankfurtrheinmain-450x.jpg' alt='Das Podium des MedienMittwochs vom 9. März 2011' class='alignnone' /></p>
<p>Zum  etwas sperrigen Thema<strong> “Ich bin ein Star - Holt mich hier rein / Livemusik-Szene in FrankfurtRheinMain”</strong> hat sich eine illustre Schar an Podiumsteilnehmern beim MedienMittwoch eingefunden, die als Clubbetreiber, Konzertveranstalter und Musikjournalisten intime Einblicke in das Geschehen mitbringen. Frank Diedrichs Club <a href="http://www.bett-club.de/" target="_blank">Das Bett</a> passt dabei bestens zum Anlass und ist gut gefüllt.</p>
<p>Gleich zu Beginn gibt es eine Entschuldigung: Moderator  Chirstian Arndt (VUT-Mitte), der gekonnt durch den Abend leitet, gesteht: <strong>“Ja, das Motto ist blöd …”</strong></p>
<p>Stimmt! Bezieht sich aber nur auf den ersten Teil des Mottos. Das Thema <strong>“Livemusik-Szene in FRM</strong>” bewegt die Anwesenden und wird aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet. Über einen Punkt sind sich dabei alle schnell einig. Bei großen Veranstaltungen hat Frankfurt kein Problem. Mit der Festhalle und dem Waldstadion gibt es zwei Locations, die absolut konkurrenzfähig sind. Wenn große Acts dann mal doch nicht nach Frankfurt kommen, dann liegt das eher an terminlichen Einschränkungen der Festhalle, deren Belegungsplan durch die vielen Messetermine stark begrenzt ist.</p>
<p>Die wirklichen Probleme liegen an anderer Stelle. Dirk Eisermann von Shooter Promotions bringt es auf den Punkt: <strong>“Frankfurt ist eine kleine Stadt. Zu Großveransaltungen kommen überregionale Besucher und füllen die Hallen. Für kleine und mittlere Veranstaltungen ist das Einzugsgebiet begrenzt, weil die Einwohner des Rhein-Main Gebiets eher lokal denn regional denken.”</strong>   Außerdem fehlt es an Veranstaltungsorten im mittelgroßen Segment (2.000 Gäste). Hier stellt Wiesbaden mit seinem Schlachthof und Darmstadt mit der Centralstation eine schier übermächtige Konkurrenz. Und die wird durch eine indirekte Subventionierung der Veranstaltungsorte durch die öffentliche Hand noch gefördert, wie Ralf Scheffler von der Batschkapp bemängelt:<strong> “Die öffentliche Hand macht auf lange Sicht die privaten Veranstalter kaputt.”</strong> Die daraus resultierenden höheren Gagen sind schwer zu toppen.</p>
<p>Aber warum kommen vielversprechende Bands und Newcomer so selten nach Frankfurt? Nur an der Gage kann es nicht liegen. Ioannis Panagopoulos von der Konzertagentur Wizard Promotions meint, dass Frankfurt bei Trendthemen eher schlecht abschneidet: <strong>“Bis der Groschen fällt, dauert es in Frankfurt länger als anderswo.”</strong> Es gibt einfach weniger experimentierfreudiges Publikum, die Hallen sind nur halbvoll. Da schickt das Management die Bands lieber in die sogenannten Medienstädte Berlin, Hamburg, München oder Köln wo auch bei kleinen Publikumszahlen mit einer breiteren Berichterstattung zu rechnen ist. Sowieso sei die Vielfalt der Medienberichterstattung im Rhein-Main Gebiet eher zweidimensional. Die Fokussierung von Leitmedien wie dem HR auf Mainstream beschert den Nischensparten ein defakto Radio-Vakuum. In Baden-Würtemberg sieht es da schon ganz anders aus. Der SWR berichtet intensivst über neue Musikrichtungen und beobacht insbesondere die Mannheimer Szene genau. Die hat es ja auch u.a.dank der Söhne Mannheims, Xavier Naidoos und der Pop Akademie zu überregionaler Bedeutung gebracht.</p>
<p>Christian Arndt wirft die Frage in den Raum<strong> “Braucht Popmusik denn überhaupt Förderung?” </strong>Auch hierzu herrscht Einigkeit: Veranstaltungsorte sollen nicht gefördert werden. Hier müssen die Kräfte des freien Marktes walten und ihre Wirkung zeigen. Unterstützungen brauchen aber die Bands, um leichter aus den Pötten zu kommen; z.B. in Form von ausreichend Proberäumen. Diese Infrastruktur kann die Basis befeuern und neue Impulse setzen.</p>
<p><strong>“Wenn Ihr Chef wärt, was würdet Ihr für die Livemusik in Frankfurt tun?”</strong></p>
<p>Damit ist die letzte Diskussionsrunde eingeläutet. <del datetime="2011-03-13T17:32:29+00:00">Markus Gardian (Markus Gardian Booking)</del> Frank Diedrich (Inhaber &#8220;Das Bett&#8221;) sieht hier die öffentliche Hand in der Pflicht, durch weniger Förderung der städtischen Bühnen eine ausgewogene Konkurrenzsituation bei den Veranstaltungsorten zu schaffen. Eher sollte die Sub- und Untergrundkultur eine Förderung erfahren … das stößt allerdings auf den trockenen Kommentar des Batschkapp-Haudegens Ralf Scheffler: <strong>“Man kann eine Untergrundkultur nicht fördern. In diesem Augenblick ist sie tot. Die Clubkultur muss selbst sehen, wie sie durchkommt. Wenn Förderung, dann Förderung der Bands!”</strong> Der Szenekenner Detlef Kinsler vom Journal Frankfurt schlägt in die gleiche Kerbe und fordert einfach weniger Lamentieren und dafür mehr Eigeninitiative. Interessant übrigens: Detlef will NICHT mit Petra Roth tauschen ….</p>
<p>Was nach der Runde bleibt, ist ein besseres Verständnis für die aktuellen Tendenzen in der Frankfurter Szene. Und: Jammern hilft nicht. Machen, Initiative zeigen und zumindestens in Frankfurt die indirekte Förderung reduzieren.</p>
<p>Nach der Podiumsdiskussion gibt es eine doppelte Zugabe in Form der Auftritte von <strong>Franz Fischer</strong> und <strong>Alison Degbe</strong>. Franz Fischer packt dabei ausgewählte Hits der Neuen Deutschen Welle in ein ausgefallenes, minimalistische Klanggewand. Wirklich hörenswert!<br />
Rauchige Stimme, poplastiger Soul und eine wahnsinns Bühnenpräsenz: sie singt 4-5 Songs und wird dabei leider nur von CD begleitet. Danach aber ist die Begeisterung groß. Alison Degbe hat das Publikum vollkommen in ihren Bann gezogen. Das finale Encore: ein Duett von Alison und Franz!</p>
<p>Mehr Fotos von den Auftritten gibt es  auf <a href="http://www.stonebreaker.de/" target="_blank" alt="Konzertfotografie www.stonebreaker.de">www.stonebreaker.de</a><br />
<a href="http://www.stonebreaker.de/2011/03/09/franz-fischer-das-bett/" target='_blank'><img src='http://www.stonebreaker.de/wp-content/uploads/2011/03/110309_037_m2_franz-fischer-188x188.jpg' alt='Franz Fischer' class='alignnone' width='146' heigth='146'/></a><a href="http://www.stonebreaker.de/2011/03/09/alison-degbe-at-das-bett/" target='_blank'><img src='http://www.stonebreaker.de/wp-content/uploads/2011/03/110309_052_m2_alison-degbe-188x188.jpg' alt='Alison Degbe' class='alignnone' width='146' heigth='146' hspace='6'/></a><a href="http://www.stonebreaker.de/2011/03/09/alison-degbe-at-das-bett/" target='_blank'><img src='http://www.stonebreaker.de/wp-content/uploads/2011/03/110309_076_m2_alison-degbe_franz-fisher-188x188.jpg' alt='Alison Degbe und Franz Fischer beim MedienMittwoch' class='alignnone' width='146' heigth='146'/></a></p>
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		<title>Arbeiten in der Wolke - ein wenig nebulös</title>
		<link>http://weblog.medienmittwoch.de/2011-02-15/arbeiten-in-der-wolke-ein-wenig-nebuloes/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 23:05:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Borgfeld</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Cloud Computing]]></category>

		<category><![CDATA[Google]]></category>

		<category><![CDATA[Lars Lehne]]></category>

		<category><![CDATA[Zusammenarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[„Jetzt hat mir Google das Internet“ erklärt, flüsterte ich meinem Kollegen zu, als Lars Lehne ansetzte, seine Ausführungen zum Arbeiten in der Wolke zu beenden: Was Cloudcomputing genau ist und worin die Vorteile liegen, blieb, mit Verlaub, nebulös. Dass wir auf Daten und Programme zugreifen, die auf externen Rechnern liegen, dass ein Smartphone nicht all [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Jetzt hat mir Google das Internet“ erklärt, flüsterte ich meinem Kollegen zu, als Lars Lehne ansetzte, seine Ausführungen zum Arbeiten in der Wolke zu beenden: Was Cloudcomputing genau ist und worin die Vorteile liegen, blieb, mit Verlaub, nebulös. Dass wir auf Daten und Programme zugreifen, die auf externen Rechnern liegen, dass ein Smartphone nicht all die Programme und Applikationen in seinem Chip gespeichert hat, sondern diese von externen Servern nach Bedarf lädt, das hatten wir mindestens geahnt. Wer heute mobil arbeitet, greift längst fortwährend auf externe Daten zu - man loggt sich im Server seines Unternehmens ein und hat dort Zugriff auf die jeweils freigegebenen Arbeitsbereiche. Wo ist also das „Neue“? </p>
<p>Lars Lehne ging die Sache recht hemdsärmlig an und schilderte sehr persönlich den eigenen Umgang mit den Angeboten. Ob der dauernden Fixierung auf digitale Kommunikation und virtuelles Miteinander nimmt das zwischenmenschliche Verhalten authistische Züge an - bei Meetings starren alle nur auf Ihre Monitore und Handys. Schilderungen wie diese wirkten authentisch und verschafften Lehne Sympathie: die Mitarbeiter von Google sind offensichtlich keine ferngelenkten Erfüllungsgehilfen des Internetmolochs. Gleichwohl war dieser Ansatz trotz der Beispiele kolaborativen Projektmanagements dem Thema und der Location nicht angemessen. Rund 400 Gäste waren in die IHK Frankfurt kommen, um sich über das Thema informieren zu lassen. Und viele hatten hiebei sicher auch ein Interesse, das Thema auf unternehmerischen Nutzen abzuklopfen. Die Frage, welches Angebot Cloudcomputing im allgemeinen und Google im Besonderen denn den Millionen klein- und mittelständischen Unternehmen machen könne, blieb Lehne weitgehend schuldig: Der Verweis, dass man künftig die IT-Abteilungen einsparen könne, weil ja alles von Google betreut werde, war dann doch ein bisschen zu schlicht. </p>
<p>Es verwundert, dass Lehne das Potenzial der vemeindlichen Innovation für Unternehmen so wenig herausgearbeitet hat und die in diesem Zusammenhang unausweichlichen Fragen nach der Sicherheit nicht offensiv anschnitt. Geht das, Banken in der Cloud?  Angesichts seiner Wachstumsprognosen hätte ich erwartet, dass der zu erobernde Markt mehr umworben und mit deutlicheren Signalen gereitzt werden würde. Nebenbei bemerkt wurde Lehnes Optimismus von Besuchern des MedienMitwochs mit Hinweis auf ganz andere Zahlen von Unternehmensberatungen auch nicht geteilt. Alles doch nur eine saisonale Mode?</p>
<p>Ein Kenbereich in Lehnes Vortrag war die Darstellung des gemeinsamen Zugriffs auf und des gemeinsamen Arbeitens an einzelnen Dateien. Eine Präsentation entsteht unter Mithilfe vieler, ein Kalender wird gemeinsam geführt. Das ist durchaus interessant, kann sogar sehr hilfreich sein, aber ist es Cloud-Computing? </p>
<p>Und dennoch war der Abend sehr aufschlussreich. Nicht etwa weil er zeigte, dass auch ein Vertreter von Google nicht vor dem Albtraum aller Präsentatoren gefeit ist und erleben muss, wie eine Demo nichts demonstriert. Sondern vielmehr, weil er Einblicke in ein Unternehmen gab, das offenbar die Themen Transparenz und Zusammenarbeit nachdrücklich und mit äußerster Konsequenz in seine Corporate Identity eingearbeitet hat. Wenn der persönliche Kalender für jeden offen und Teamarbeit erwünscht ist, muss man seine Freizeiten konsequent definieren, um nicht fremdbestimmt zu werden. Da regte Lehne mit zwei drei kleinen Anekdoten das Nachdenken an, wie Unternehmen beschaffen sein müssen, um diese Tools produktiv einsetzen zu können, welcher Veränderungen es in der Unternehmenskultur bedarf und wo überhaupt dieses Angebot an Kolaboration sinnvoll genutzt werden kann - am Ende dann vielleicht doch nur in Agenturen? </p>
<p>Diese Diskussion müssen wir dann an einem anderen MedienMittwoch führen. Wenn wir dies tun, werden wir von unseren eigenen Erfahrungen berichten können. Denn wir wollen diese Form des transparenten Zusammenarbeitens mal ausprobieren - für eine Organisation wie die des MedienMittwochs, an der zehn Individuen digital vernetzt zusammenarbeiten, scheinen die Angebote ideal.</p>
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		<title>Erinnerungen an den 100. MedienMittwoch - und die 106 vorherigen</title>
		<link>http://weblog.medienmittwoch.de/2010-11-03/erinnerungen-an-den-100-medienmittwoch-und-die-106-vorherigen/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Nov 2010 22:54:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Borgfeld</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Jubiläum des 100. MedienMittwochs war Anlass, sich dem Thema „Erinnern und Vergessen“ zu widmen. Prof. Viktor Mayer-Schönberger schilderte an einigen drastischen Beispielen, welche Folgen das im Internet angelegte Nicht-Vergessen haben kann: Ein Kanadier, der nach Jahren des berufsbedingten Pendelns in die USA keine Einreiseerlaubnis mehr erhält, weil er im Internet seine in den sechziger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Jubiläum des 100. MedienMittwochs war Anlass, sich dem Thema „Erinnern und Vergessen“ zu widmen. Prof. Viktor Mayer-Schönberger schilderte an einigen drastischen Beispielen, welche Folgen das im Internet angelegte Nicht-Vergessen haben kann: Ein Kanadier, der nach Jahren des berufsbedingten Pendelns in die USA keine Einreiseerlaubnis mehr erhält, weil er im Internet seine in den sechziger Jahren gemachten Erfahrungen mit Drogen dargestelt hatte, eine angehende Lehrerin, die ihren Beruf nicht ausüben kann, weil ihr die grundsätzliche Charaktereignung zum Umgag mit Kinder abgesprochen wird - Basis war ein auf einer Kostümparty zu Studentenzeiten aufgenommenes Bild, das sie als „betrunkenen Piraten“ zeigt. Mayer-Schönerger erklärt, dass Vergessen und die Fähigkeit zum Vergessen für die Entwicklung von Gesellschaften von elementarer Bedeutung ist, nicht zuletzt, weil es neuen Generationen das friedliche Zusammenleben ermöglicht, zu dem die Elterngeneration nicht in der Lage war.</p>
<p>Sein Vortrag bot viele Anknüpfungspunkte für Diskussionen: Da ist die Fragen nach Medienkompetenz (was zeige ich wem im normalen Leben und wem im www) - In amerikanischen Unis werden Erstsemester unterwiesen, welche Reichweite Infos in sozialen Netzwerken wie Facebook haben. Da sind die Studenten allerdings schon sechs bis acht Jahre in diesen Communities unterwegs; Aufklärung müsste also viel früher beginnen. Da sind die philosophischen Dimensionen - was darf, was muss eine Gesellschaft vergessen? Da sind gesellschaftliche Dimensionen - wie geht eine Gemeinschaft mit vermeintlicher Normabweichung um, wie behandelt sie Straftäter, die im Gefängnis gesühnt haben, wenn diese in der Nachbarschaft leben? Und es stellen sich Fragen nach den Dimensionen des digitalen Archivierens und der Analyse: Während einserseits Google und Facebook astromisch große Datenmengen nicht nur sammeln, sondern auch anlaysieren, ist das Individuum von der schieren Masse an Informationen schnell erschlagen. Dr. Helmut Gold, Direktor des Museums für Kommunikation, wieß in seiner Begrüßung auf diesen dialektischen Zusammenhang zwischen den Möglichkeiten des digitalen Erinnerns und das dadurch systemisch angelegte Vergessen hin, indem er Hans-Magnus Enzensberger paraphrasierte: Der habe gesagt, dass die Flut privater Bilder für die jeweiligen Individuen die Folge haben werde, dass die Erinnerung an bestimmte Bilder unauffindbare würde.</p>
<p>Dis Diskussion nach dem etwa 50 minütigen Vortrag war zum Teil kontrovers, zum Teil ideologisch geprägt, auf alle Fälle lebhaft und ebenso interessant wie der Vortrag. Beides zu sehen unter<br />
<a href="http://www.metrostream.eu/kunden/medienmittwoch/">http://www.metrostream.eu/kunden/medienmittwoch/</a></p>
<p>Viktor Mayer-Schönberger breitet das Thema in seinem soeben in deutscher Sprache erschienen Buch „Delete - Die Tugend des Vergessens in digitalen Zeiten“ aus, das über den MedienMittwoch bezogen werden kann. 35 Prozent des Verkaufspreises (24,90 Euro) gehen an die Stiftung MedienMittwoch. Einfach mail an weaubeau-pr@wobo.info.</p>
<p>Wir haben im Museum für Kommunikation, das uns bereits zum vierten Mal für die Durchführung eines MedienMittwochs als Location zur Verfügung gestellt wurde, einen interessanten Abend mit einigen Reminiszenzen verbracht und beispielsweise an die Anfänge des MedienMittwochs erinnert, der vor nunehr über acht Jahren von Wolfgang Borgfeld, Robert Breithaupt, Harald Metz, Matthias Müller, Fabian Schiffer, Manuela Schiffner Torsten Waack und Jörg Weber gegründet wurde. </p>
<p>Das Team des MedienMittwochs hat sich im Lauf der Jahre gewandelt, zum Teil, weil die Berufswege ein Engagement nicht mehr zu ließen, zum Teil, weil es das Schicksal so wollte: Robert Breithaupt starb im Februar 2004 mit gerade 54 Jahren. Zum Jubiläum reiste seine Tochter Angelina an, die als Geschäftsführerin des<br />
Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz an Johannes Gutenberg-Universität (JGU) in die Fußstapfen Ihres Vaters getreten ist. Wir haben uns sehr über ihre Teilnahme gefreut. Fabian Schiffer arbeitet seit einigen Jahren in Neumark in der Oberpfalz und hatte zur Feier des 100. MedienMttwochs den Weg nach Frankfurt auf sich genommen, was uns ebenfalls sehr gefreut hat. </p>
<p>Der ersten MedienMittwoch im Januar 2002 in der IHK Frankfurt mag einige Gäste irritiert haben, denn der ehemalige Titanic-Chefredakteur Hans Zippert wählte einen zwischen Satire und Klamauk changierenden  Ansatz, um seinen ganz persönlichen Rück- und Ausblick der Medienentwicklung vorzustellen. Bei einem unserer Formatwechsel und Serverumzüge ist diese Information und die Vistenkarte von Hans Zippert auf der Website verloren gegangen - so hat auch der MedienMittwoch seine eigenes digitales Vergessen und Erinnern&#8230; </p>
<p>Wir waren in Oestrich, in Darmstadt, in Mainz, in Bad Homburg und Bad Vilbel, in Offenbach und Oberursel, im Rathaus Wiesbaden und im Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens, im Schloss Phlippsruhe in Hanau und im Schloßgarten von Biebrich, in dem Harald Metz Open-Air-Kino organisierte, ich mich aber vor allem an das 1:0 im WM-Spiel gegen Polen erinnern kann, das wir gemeinsam im Schloss sahen. Neun Monate vorher waren wir in der Commerzbank Arena und hatten den Faktor Fußball thematisiert. </p>
<p>Über 400 Referenten und Moderatoren haben uns an ihren Erfahrungen teilhaben lassen, jeder hat da so seine eigenen Erinnerungen. In meinen findet sich Fritz Rau, der aus seinem mit Geschichten prallvollen Leben als Konzertveranstalter und Promoter von Musikern erzählte und wir uns in der Fülle von Anekoten den Moderator hätten gut sparen können, Prof. Dr. Peter Kruse, der von den prägenden Erlebnissen der Kindheit berichtete und davon, das später in der Regel nur Traumata oder Liebe diese Prägungen aufbrächen, wobei beides oft Hand in Hand ginge. Ich erinnere mich an Hermann Vaske im Gespräch mit Malcolm McLaren, auch im Museum für Kommunikation, und Ralf Langwost, der uns im Velvet Club von den Geheimnisse der effektivsten kreativen Kampagnen Europas erzählte. Und so schließen sich Assoziationen an: Auch im Velvet sahen wir die Bilder, die Ulrich Mattner in Büros, Gängen und nicht zuletzt auch Toiletten der Frankfurter Finanzwirtschaft aufgenommen hatte, und hörten, wie seine grippal angegriffene Stimme immer rauher wurde, bis dann Eva Maria Magel ein Gespräch mit dem dann vollends verstummten Fotografen führte&#8230;.</p>
<p>Wir möchten uns an dieser Stelle bei all denen bedanken, die uns seit nunmehr neun Jahren unterstützen, zuvorderst natürlich bei Hessen IT, der Aktionslinie des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung für den gesamten Informationstechnologie- und Telekommunikationsmarkt in Hessen, dann bei der Hassia Gruppe, Nespresso-Deutschland und Velo-Taxi, nicht zuletzt aber auch bei den Sponsoren, die uns ihre Säle, Räume und Bühnen zur Verfügung gestellt haben - zuvorderst bei der IHK Frankfurt, bei der wir in guter Regelmäßigkeit Gast sein dürfen. </p>
<p>An dieser Stelle auch einen herzlichen Dank an Conny Peil, der mit großer Wahrscheinlichkeiten derjenige ist, der die meisten Veranstaltungen des MedienMittwochs gesehen hat - seine Fotos können es bezeugen! Und an Siham Mokthari, die jetzt schon seit vielen, vielen Monaten mit großer Freundlichkeit unsere Gäste am Eingang begrüßt und mit ebensolcher Rhe die Namensschilder verteilt, die uns beim Networking die Ansprahe erleichtern helfen. Wolfgang Borgfeld</p>
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		<title>MedienMittwoch eHealth</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 06:29:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Borgfeld</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Der MedienMittwoch zum Thema eHealth war informativ, mit einem sehr engagierten Podium und einem ausdauernd mitdiskutierenden Publikum. ZapLive hat den Mitschnitt des Abends online gestellt: Auf
http://www.zaplive.tv/web/medienmittwoch
können die Beiträge nachverfolgt werden.
An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an die Diskussionsteilnehmer
- Dr.med. Andrea Vincenzo Braga, Mitglied der Geschäftsleitung Medi24, Mondial Service Switzerland AG,
- Dirk Russ, Arzt und Manager [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der MedienMittwoch zum Thema eHealth war informativ, mit einem sehr engagierten Podium und einem ausdauernd mitdiskutierenden Publikum. ZapLive hat den Mitschnitt des Abends online gestellt: Auf<br />
http://www.zaplive.tv/web/medienmittwoch<br />
können die Beiträge nachverfolgt werden.<br />
An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an die Diskussionsteilnehmer<br />
- Dr.med. Andrea Vincenzo Braga, Mitglied der Geschäftsleitung Medi24, Mondial Service Switzerland AG,<br />
- Dirk Russ, Arzt und Manager Business Development, SHL Telemedizin GmbH,<br />
- Hans-Peter Bursig, Geschäftsführer ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V., Fachverband Elektromedizinische Technik,<br />
- Thomas Bodmer, Vorstand BKK Gesundheit,<br />
sowie an Moderator Hans-Peter Bröckerhoff, Herausgeber E-HEALTH-COM.</p>
<p>Kommentare zur Veranstaltung können Sie hier oder im Kanal des MedienMittwochs auf zaplive.tv abgeben.</p>
<p>Unser Dank gilt Matthias Holstein von ZapLive, der die Aufzeichnung kurzfristig ermöglicht hat, sowie unsere Sponsoren<br />
Hassia Mineralquellen (http://www.hassia.com)<br />
HORIZONT (http://www.horizont.de)<br />
Nespresso (http://www.nespresso-pro.com).</p>
<p>Die Veranstaltung wurde präsentiert von Hessen IT, der wir hierfür ebenfalls herzlich danken möchten. Bei dieser Gelegenheit der Hinweis auf das Forum &#8220;eHealth – Telematik im Gesundheitswesen&#8221;, das am 26. Mai von 14 bis 17 Uhr im Rahmen eines öffentlichen Dialog-Kongresses im Wiesbadener Kurhaus stattfinden wird. Die Teilnahme ist kostenlos. Siehe hierzu auch http://www.zuse.hessen.de/ .</p>
<p>Wolfgang Borgfeld</p>
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		<title>Moral und Wirtschaft: Von Regeln und Sanktionen</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 23:29:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Borgfeld</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Ein im besten Sinne typischer MedienMittwoch: ein komplexes Thema wurde in vielen Facetten hinterfragt, von vielen Seiten beleuchtet. Das Publikum folgte konzentriert den Ausführungen, jeder konnte selbst überprüfen, welchen Stand der Diskurs hat und wie die Statements auf dem Podium die eigene Meinung spiegeln.

In der Fülle an interesanten Beobachtungen und Einsichten mag mancher retrospektiv den Eindruck gewonnen haben, das Podium habe sich um die Beantwortung der Frage herumgemogelt. Allein: So deutlich und plakativ die Frage als Einladung gestellt war, so wenig konnte sie am MedienMitwoch in der IHK Frankfurt beantwortet werden - „Moral und Wirtschaft: Geht das je zusammen?“ ließ nur viele kleine Antworten zu, von denen die von Publicis CEO Volker Selle, man müsse doch immer wieder bei sich selbst beginnen, ebenso banal wie fundamental war.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein im besten Sinne typischer MedienMittwoch: ein komplexes Thema wurde in vielen Facetten hinterfragt, von vielen Seiten beleuchtet. Das Publikum folgte konzentriert den Ausführungen, jeder konnte selbst überprüfen, welchen Stand der Diskurs hat und wie die Statements auf dem Podium die eigene Meinung spiegeln.</p>
<p>In der Fülle an interessanten Beobachtungen und Einsichten mag mancher retrospektiv den Eindruck gewonnen haben, das Podium habe sich um die Beantwortung der Frage herumgemogelt. Allein: So deutlich und plakativ die Frage als Einladung gestellt war, so wenig konnte sie am MedienMitwoch in der IHK Frankfurt beantwortet werden - „Moral und Wirtschaft: Geht das je zusammen?“ ließ nur viele kleine Antworten zu, von denen die von Publicis-CEO Volker Selle, man müsse doch immer wieder bei sich selbst beginnen, ebenso banal wie fundamental war.</p>
<p>Eine Gesprächsrunde, die mit Publikumsfragen gut 90 Minuten dauert und trotz Spielfilmlänge eher eine Abfolge vieler kleiner Kurzgeschichten ist, kann man sich nicht als  Ganzes in Erinnerung behalten. Aber ein paar Momentaufnahmen werden einem im Kopf bleiben. Wie die von Michael Proft, der betonte, dass das Thematisieren der Frage „Moral und Wirtschaft“ bereits ein Indikator dafür sei, dass die Antwort „ja“ lauten werde. Und wenn das zutrifft, dann kann der MedienMittwoch so schlecht nicht gewesen sein.</p>
<p>Wer nachschauen will, wie die Runde sich zu verschiedenen Fragen verhalten hat, kann dies auf<br />
<a href="http://www.zaplive.tv/web/medienmittwoch">www.zaplive.tv/web/medienmittwoch</a><br />
sehr gut tun: Hier ist das Gespräch durch einige Kapiteltrenner in leichter verdauliche Happen aufgeteilt worden. </p>
<p>Einige Highlights habe ich hier noch mal zusammengefasst.</p>
<p>Regeln und Sanktionen spielten durchgängig eine Rolle. Wer stellt Regeln auf? Und wer umgeht sie? Professor Wiemeyer wies auf den Wall-Street-Komplex, der nicht nur deswegen so genannt wird, weil viele Wallstreet-Investmentbanker amerikanische Finanzminister wurden und die Wallstreet so auf die Regelbildung Einfluss nehmen konnte. Aber egal, wer die Regeln aufstellt, gehe es auch immer um die Frage, wer sie befolgt oder umgeht: Werden Regeln als Freiheitsbeschränkung verstanden, werden sie schnell und gut umgangen. Wiemeyer nennt als Beispiel die Abgeltungssteuer: Kaum verkündet, gab es schon die ersten Kampagnen, wie sie am besten zu umgehen sei.</p>
<p>Unternehmensberater Proft merkt an, dass der Ruf nach Regeln zu kurz greift: Regelwerk heiße nicht ausschließlich gesetzliche Rahmenbedingungen. Regeln bestimmten das Handeln eines Managers, wenn ein CEO die Aufgabe habe, ein Untenehmen voran zu bringen, habe er die Aufgabe, den Gewinn zu maximieren - auch das sei eine Regel. Wie diese nun ausformuliert sei und mit welchem Instrumentarium sie umgesetzt werde, hänge vom Unternehmen ab. So seien Managergehälter und Boni Steuerungsinstrumente für das Verhalten eines Managern. Seien diese auf kurzfristige Optimierung ausgerichtet, werde das Ergbnis keine Nachhaltigkeit sein. Proft merkte an, dass ein Unternehmer, der sein Geld, möglicherweise das Familienvermögen investiert habe, dies sicher anders bewerte und langfristiger denke.</p>
<p>Die Publikumsfrage, ob es moralisch sei, oben Boni zu zahlen und unten Mitarbeiter zu entlassen, würde dies indirekt beantworten: moralisch sicher nicht, aber regelkonform.</p>
<p>Und wenn Regeln gebrochen werden, drohen Sanktionen. Doch wie wirksam sind diese? In Schweden hat man offenbar einen Weg gefunden, der Konzernmanager ebenso „kneift“ wie normale Lohnempfänger: Dort, so erzählt Klaus Methfessel, werde bei Verkehrsdelikten die Strafe am Einkommen bemessen. So habe ein Ericsson-Manager einmal für zu schnelles Fahren 150.000 Euro bezahlen müssen.</p>
<p>Publicis-CEO Selle wurde nach der Verbindung von Moral und Werbung gefragt und reagierte fast belustigt auf die mitschwingende Konotation der Unmoral: „Unmoralische Sachen können wir nicht moralisch verpacken!“ Der Konsumenten merke, was anständig sei und was nicht.</p>
<p>Wie komme es nun zu einer Kampagne wie „Geiz ist geil“? Selle reflktiert ein Stück Werbegeschichte und verortet die Kampagne in der Gesellschaft: Werbestrategen deckten versteckte Insights auf und machten diese nutzbar. Ein Unternehmen könne nur so unmoralisch sei, wie die Gesellschaft. Somit sei die Kampagne Ergbnis der Gesellschaft - wenn Geiz ein Wert in der Gesellschaft darstelle, dann funktioniere auch die Kampagne.</p>
<p>Natürlich ist die Gesellschaft nicht statisch, sie ist Einflüssen unterworfen. Journalist Methfessel weist auf die postmoderne Gesellschaft hin, in der Individualismus sehr stark ausgeprägt sei und in der heute Einzelinteressen, die gut organisiert sind, überhand nähmen. So seien heute politische Entscheidungen oft Folge von Lobbyismus. Jüngstes Beispiel sei der „Subventionstatbestand“ der gerade erst angetretenen neuen Bundesregierung. Mit Kosten von rund einer Mrd Euro werde eine kleine Berufsgruppe gefördert, auf der anderen seite müssten Kommunen Kindergärten mangels Finanzen schließen. Dies werde nicht nur dazu führen, dass das Vertrauen in die Politik schwinde, es sei auch ein „Verstoß gegen wirtschaftliche Ordnungspolitik“.</p>
<p>Methfessel fordert eine „Renaissance der Ordnungspolitik“, sieht aber auch Unternehmen in der Pflicht: Diese müssten gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Der Leiter der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten fordert ein Ende der seit den fünfziger Jahren bestehenden Arbeitsteilung, in der sich die Politik um die Politik, Moral und Gesellschaft kümmert und die Unternehmer nur das Geschäft im Blick haben. „Deswegen findet man in der Politik keine Unternehmer und in den Unternehmen nur abgehalfterte Politiker.“ Unternehmen seien heute gefordert, sich für das große Ganze zu engagieren und nicht nur für einzelne CSR-Projekte. Es sei wichtig, Veranstwortung für die gesamte Gesellschaft wahrzunehmen, sich dieser Verantwortung zu stellen und so die Spaltung der Gesellschaft zu überwinden.</p>
<p>Nur wer soll diese Verantwortung übernehmen? Spielen denn ethische Fragen bei der Besetzung von Toppositionen eine Rolle? Proft: „Explizit nicht.&#8221; Implizit seine diese Dinge schon vorhanden - nur seien sie abhängig von der jeweiligen Unternehmenskultur.<br />
Der Manager müsse in die Kultur des Unternehmens passen. </p>
<p>Wenn diese jedoch am Shareholder-Value ausgerichtet sei, so sei dies problematisch, betont Professor Wiemeyer, der zurück zur Stakeholder-Orientierung möchte: „Das<br />
Shareholder-Value aus den USA zu übernehmen war ein Irrtum.“ Unternehmensethik müsse in allen Ebenen des Personals gelebt werden und fester Bestandteil der Personalführung sein. Es reiche nicht, dem Global Compact beizutreten und die fundamentalen Prinzipien zu unterschreiben, und dann Abermillionen zur Korruptionsbekämpfung auszugeben. Wiemeyer schnitt die enormen Transaktionskosten an, die „dieser Konzern in München“ aufzubringen hat. Hier sei grundsätzliche Schulung gefordert, nicht der Einsatz von hunderten Menschen, die kontrollierten, was andere machen.</p>
<p>Zum Schluss nahm das Gespräch noch mal richtig Fahrt auf, als aus dem Publikum angemerkt wurde, ein Konzern wie Siemens habe keine andere Wahl gehabt, als durch Korruption an Aufträge zu kommen.</p>
<p>Aber stöbern Sie selbst:<br />
<a href="http://www.zaplive.tv/web/medienmittwoch">www.zaplive.tv/web/medienmittwoch</a><br />
Digitale Grüße,<br />
Wolfgang Borgfeld</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Stadt und Marke: Blicke auf Frankfurt</title>
		<link>http://weblog.medienmittwoch.de/2009-10-14/stadt-und-marke-blicke-auf-frankfurt/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 20:01:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Borgfeld</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Wenn man Teil einer Marke ist, sie quasi mit Leben füllt und damit gestaltet, und dann auf Menschen trifft, die dies bei eben genau jener Marke auch tun, ist Abstimmungsbedarf vorhanden. Die Diskussion zur Marke Frankfurt zeigte, dass die Wahrnehmung der Stadt und damit die Einschätzung, was die Marke Frankfurt ausmacht, von der Perspektive abhängig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man Teil einer Marke ist, sie quasi mit Leben füllt und damit gestaltet, und dann auf Menschen trifft, die dies bei eben genau jener Marke auch tun, ist Abstimmungsbedarf vorhanden. Die Diskussion zur Marke Frankfurt zeigte, dass die Wahrnehmung der Stadt und damit die Einschätzung, was die Marke Frankfurt ausmacht, von der Perspektive abhängig ist, aus der man sie betrachtet, aus der man in ihr lebt und arbeitet. Am Ende des Gesprächs vermissten Zuhörer im Publikum das Bekenntnis des Podiums zu Frankfurt und wunderten sich, dass die Podiumsteilnehmer Frankfurt nicht für die Stärken schätzten, die die Stadt nun mal habe. Übersehen wurde dabei, dass auf dem Podium überwiegend Vertreter der Kreativwirtschaft saßen, die natürlich eine eigene Perspektive auf die Stärken und Schwächen Frankfurts haben. Der Diskurs zur Marke Frankfurt ist ebenso komplex wie das Produkt. </p>
<p>Die im Titel der Veranstaltung genannte Promenadenmischung ist übrigens eine Bezeichnung von Werber Bittner. Für ein Porträt des Kommunikationsstandortes Frankfurt (Econ Jahrbuch der Werbung 2006) machte sich das Werbe-Urgestein und Vorstandsmitglied des Frankfurter Marketing Clubs seinen eigenen Reim auf deutsche Werbestädte: &#8220;München ist ein Dackel: Du sagst &#8216;Sitz&#8217; und er läuft weiter. Düsseldorf ist ein Pudel: hier noch ein Röllchen, da noch ein Schleifchen. Hamburg ist ein Windhund: alter Stammbau, immer gut aussehend. Frankfurt ist eine Promenadenmischung, aber die hat es in sich.&#8221;</p>
<p>Hier einige Zitate aus der Podiumsdiskussion über die &#8220;reinrassige Promenadenmischung&#8221;:</p>
<p>Der Wahlfrankfurter Jürgen Zeller zu den Gründen, sich hier niedergelassen zu haben:<br />
„Frankfurt ist gut vernetzt, man kommt überall schnell hin, auch mit dem Fahrrad.“</p>
<p>Lothar S. Leonhard zum attraktiven Umfeld von Frankfurt.<br />
„Der Rheingau ist die deutsche Toskana.“</p>
<p>Lothar S. Leonhard schlägt vor, wie man mit einem Frankfurter Pfund wuchern könnte.<br />
„Frankfurt hat die attraktivste Skyline Deutschlands. Warum sind die Hochhäuser nur einmal im Jahr für die Bevölkerung zugängig? Man sollte sie ganzjährig öffnen!“</p>
<p>Piero Borsellino<br />
„Es ist nicht so, das Frankfurt kein Image hätte: Banken, die Messe, der Flughafen - das sind Faktoren, die die Wahrnehmung von Frankfurt dominieren. Dass Frankfurt auch Werbehochburg ist, ist weniger bekannt.“</p>
<p>Lothar S. Leonhard beschreibt die alte Erkenntnis, dass die Kommunikation die Eigenschaften eines Produkts spiegeln muss.<br />
„Man muss das wiedergeben, was die Menschen einer Stadt empfinden. Die Marke einer Stadt kann nicht am Schreibtisch kreiert werden. Man kann sich nicht überlegen - dieser Aspekt ist noch frei, den besetzen wir jetzt. Das geht nicht.“</p>
<p>Dr. Robert Winterhager weist auf ein Defizit zwischen bestimmten Eiigenschaften der Stadt (sozusagen des Produktes) und der Kommunikation hin.<br />
„Die Bezeichnung für Frankfurt als Green City ist real, die grünen Stärken sind da, sie werden bislang nur nicht vermittelt.“</p>
<p>Dr. Robert Winterhager sieht im „Corporate Publishing“ andere Städte vorn<br />
„Hamburg macht das geschickt. Wenn ich die FAZ nehme, fällt mir daraus das Hamburg-Magazin entgegen. Das ist gute Vermarktung.“</p>
<p>Dr. Robert Winterhager beschreibt, was Frankfurt zur Wissensstadt macht.<br />
„Frankfurt muss seine Stärken auf den Punkt bringen: Am Campus der Universität werden 2,5 Mrd. Euro verbaut! Das ist einer der Ansatzpunkte für Stadtmarketing.“</p>
<p>Jürgen Zeller zu einem der zentralen Imagefaktore der Stadt und wie dieser die Wahrnehmung prägt.<br />
„Die Wahrnehmung der Stadt geht vom Menschen aus. Wenn ich die Börse Frankfurt jedesmal sehe, wenn Nachrichten im Fernsehen laufen, dann ist das einfach Realität. Am Euro-Zeichen fotografiere sich täglch hunderte von Menschen - das ist Frankfurter Wahrheit.“</p>
<p>Jürgen Zeller stellt fest:<br />
„In dieser Stadt leben 170 Nationalitäten. Das gibt es sonst nirgends in Deutschland. Diese Vielfalt gehört zur Identität von Frankfurt.“</p>
<p>Lothar S. Leonhard zum Grad der Attraktivität Frankfurts in unterschiedlichen Zielgruppen:<br />
„Die Finanzcommunities haben keine Probleme nach Frankfurt zu kommen: Für sie ist Frankfurt der einzige Meltingpot in Deutschland.“</p>
<p>Dr. Robert Winterhager sieht eine zentrale Aufgabenstellung:<br />
„Was muss Frankfurt tun, damut hochqualifizierte Arbeitskräfte hierher kommen? Wir haben festgestellt, dass ein zentraler Punkt für die Attraktivität einer Stadt darin liegt, gute Lebensbedingungen für die gesamte Bevölkerung zu schaffen.“</p>
<p>Lothar S. Leomnhard zu Frage, ob eine Stadt als Marke schwer zu bewerben sei.<br />
„Ich muss die Frage beantworten: Was will ich? Frankfurt ist sicherlich die Stadt der Bildung. Die Frankfurter Museumsmeile wird auch im Ausland gerühmt. Aber ist das griffig? Hamburg hat seinen Hafen und das Prädikat „Tor zur Welt“. Diese Bezeichnung würde heute sicherlich auf Frankfurt und seinen Flughafen viel besser zutreffen. Allein: Ein gesundes Vorurteil hält ewig, es muss bedient werden. Finanzplatz Frankfurt, das ist doch schon mal was.“</p>
<p>Piero Borsellino zur Kreation und medialen Verbreitung starker Bilder:<br />
„Als zum Beginn der WM 2006 Bilder vom Fußball und von Spielern auf die Hochhäuser projeziert wurden, gingen diese Bilder weltweit durch die Medien.“</p>
<p>Piero Borsellino zur Bedeutungszuweisung des Flughafens:<br />
„Von Frankfurt aus kommt man immer schnell schnell und überall hin! Das haben viele Kreative, die wir in unserem Magazin porträtiert haben, stets positiv betont.“</p>
<p>Lothar S. Leonhard beschreibt indirekt das Arbeitsklima der Stadt:<br />
„Frankfurt hat keine Schickeria. Wenn die sich triftt, passt sie in ein einziges Lokal. Und wenn sie in ein neues Restaurant weiterzieht, muss der alte Wirt Insolvenz anmelden.“</p>
<p>Piero Borsellino bestätigt dies aus Sicht der Kreativen:<br />
„Für Kreative ist Frankfurt ein guter Ort zum Arbeiten, denn hier wirst Du einfach nicht abgelenkt. Abhängen geht hier nicht. In Berlin sind die Mieten so günstig, da kannst Du von einem Latte macchiato zum nächsten in den Tag leben. Berliner Kreative stöhnen, sie kämen bei den vielen Eröffnungen von Bars und Clubs gar nicht hinterher. In Frankfurt  musst Du arbeiten. Hier weiß ich, ich muss machen!“</p>
<p>Jürgen Zeller zur Frage, was er Touristen als Souvenir von Frankfurt anbietet:<br />
„Grüne Soße. Wir verkaufen Samen, mit denen man sich ion sieben Wochen die sieben Kräuter ziehen kann. Wir verkaufen auch Grüne-Soße-Schnaps.<br />
Aber eigentlich dominieren die abstrakten Dinge Frankfurt: der Hammering Man, Techno, Adorno, die Frankfurter Schule.“</p>
<p>Lothar S. Leonhard vergleicht das Selbstwertgefühl in unterschiedlichen städten im Spiegel der Presse:<br />
„Das Bekenntnis in einer Stadt zu leben, sollte mit Stolz erfolgen. Die Hamburger sind stolz auf ihre Stadt. Das zeigt sich auch in der regionalen Presse, vor allem im Hamburger Abendblatt. In Frankfurt wird gerne gegen den Stolz der Stadt gearbeitet. Wenn hier eine neue Kaufmeile eröffnet, fragt die Frankfurter Rundschau lediglich in Soziologendeutsch, wie das Präkariat daran partizipieren könne.“</p>
<p>Nils Bremer:<br />
„Wenn Sie ein Medium suchen, das stolz auf die Stadt ist, nehmen Sie das journal Frankfurt: Wir lieben Frakfurt!“</p>
<p>Piero Borsellino beschreibt eine Voraussetzung für kreativen Erfolg, der auch für die Stadt und ihre Kommunikation gelte:<br />
„Sei Du selbst!“</p>
<p>Dr. Robert Winterhager zur Diskrepanz von Selbstbewußtsein einer Stadt und dem Blick von außen:<br />
„In Köln ist der Lokalpatriotismus sehr stark ausgeprägt. Tritt man als Reisender aus dem Hauptbahnhof, denkt man „ Hoppla, ich steh‘ im Mülleimer!“ Das ist dem Kölner egal - er ist seiner Stadt verhaftet.“</p>
<p>Dr. Robert Winterhager beschreibt das Problem von Städte-Identität:<br />
„Im statistischen Mittel tauscht sich die Frankfurter Bevölkerung alle 15 Jahre komplett aus. Da hier die Sesshaften mit berücksichtig sind, ist die Fluktuation insgesamt viel größer. Studenten sind hier ganz wichtig, um diese muss Frankfurt sich kümmern. Studenten kommen als Scouts und gehen als Botschafter.“</p>
<p>Piero Borsellino zur Komplexität eines städtischen Gebildes und der sich hieraus ergebenden Verpflichtung, individuelle Ansprachen zu finden:<br />
„In jeder Stadt finden Sie die gleichen Gruppen - Kreative, Bänker, Angestellte, Arbeiter, Dienstleister, bildungsferne Mitbürger -, nur immer in anderen Dosierungen!“</p>
<p> Claim zu Frankfurt, der allgemeinen Zuspruch fand:<br />
„Frankfurt, die kleinste Metropole der Welt.“</p>
<p>Wen die Fragen städtischer Markenbildung und Kommunikation interessiert, dem sei die Oktober-Ausgabe von &#8220;brand eins&#8221; empfohlen, die sich der kreativen Herausforderung &#8220;Bausteine für eine neue Stadt&#8221; annimmt. Eine kleine Auswahl interessanter Überlegungen:</p>
<p>Der Berater Simon Anholt:<br />
&#8220;Ich stelle fest, dass Orte &#8220;brands&#8221; sind, also Marken. Orte konkurrieren miteinander, deshalb wird ihr Image immer wichtiger.&#8221;<br />
&#8220;Man kann ein Image verändern, aber nur in sehr kleinen Schritten und über einen sehr langen Zeitraum.&#8221;<br />
&#8220;Es ist immer schwierig, nicht nur bekannt, sondern auch für die richtigen Dinge bekannt zu sein.&#8221;<br />
&#8220;Menschen merken sich nicht das Gute, sondern das Interessante.&#8221;<br />
&#8220;Wahrnehmungen entscheiden über Handlungen.&#8221; </p>
<p>Die Stadtplanerin Irene Wiese-von Ofen:<br />
&#8220;Die Stadtplaner müssen den Kämmerrer und die Eigentümer alter gebäude überzeugen, dass es langfristig profitabler ist, heute auf gewerbesteuer und maximale Miete zu verzichten - zugunsten des Aufbaus eines kreativen Millieus.&#8221;<br />
&#8220;Gemischte Strukturen sind der große Vorteil der Großstädte.&#8221;<br />
&#8220;Konzentration [von Menschen] ist ein starker Treiber von Vielfalt. Und Vielfalt ist ein ganz wesentliches Element von Attraktivität.&#8221;<br />
&#8220;Kultur ist für eine Stadt generell ein ungeheuer wichtiger Faktor, und sie manifestiert sich nicht nur im Stadttheater.&#8221;<br />
&#8220;Der Handel ist und bleibt ein ganz wesentliches Element einer attraktiven Stadt. Das Planungs- und Bauordnungsrecht (&#8230;) hat einen ganz erheblichen Einfluss auf das Erscheinungsbild und die Atmosphäre in einer Stadt.&#8221;</p>
<p>Das Beispiel Zürich, das ein System hat, um Spekulanten auszubremsen:<br />
&#8220;Bei städtischen Wohnungen in Zürich bestimmen die Baukosten die Höhe der Miete, nicht die Lage des Hauses.&#8221;<br />
Alfons Sonderegger, Sekretär des Finanzdepartements Zürich:<br />
&#8220;Die soziale Durchmischung ist eins der wichtigsten Ziele der kommunalen Wohnungspolitik. Wir wollen keine Ghettos, weder für Reiche noch für Arme.&#8221;<br />
Peter Schmid, Präsident der Allgemeinen Baugenossenschaft Zürich:<br />
&#8220;Wir wollen Siedlungen für Menschen, nicht für die Rendite.&#8221;</p>
<p>Der Architekt und Design-Theoretiker Friedrich von Borries darüber, wie Marken beispielsweise mit Flagship Stores die Stadt als Bühne nutzen:<br />
&#8220;Innenstadt wird zum inszenierten Erlebnisraum in einer Public-Private-Partnership. Die Stadt (&#8230;) stellt die Kulisse und baut wie in Berlin eine Schlossfassade neu (&#8230;), um die Innenstädte zu beleben. Und die Privaten stellen in der Innenstadt ihre Erlebnisräume auf, um ihre Produkte emotional aufzuladen.&#8221;<br />
 &#8220;Wir alle tragen an dieser Entwicklung eine Mitschuld. Denn wenn die Kommunen, die Bürger, ihre öffentlichen Plätze verkommen lassen, is ein besuch der Sony Plaza am Potsdamer Platz für viele im Zweifel attraktiver als ein nachmittag auf dem Alexanderplatz.&#8221;<br />
&#8220;Die Herausforderung an die Stadt von heute ist, wie sie dem Bedürfnis nach Erlebnis entgegenkommt, ohne sich in die Hand kommerzieller Interessen zu begeben.&#8221; </p>
<p>Siehe <a href="http://www.brandeins.de/archiv.html">www.brandeins.de</a></p>
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		<item>
		<title>m2 92: Die Spielregeln der Social Networks</title>
		<link>http://weblog.medienmittwoch.de/2009-09-12/m2-92-die-spielregeln-der-social-networks/</link>
		<comments>http://weblog.medienmittwoch.de/2009-09-12/m2-92-die-spielregeln-der-social-networks/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 09:53:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Anja Rau</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern fand im sachsenhäuser Depot 1899 mit dem 92. MedienMittwoch mal wieder ein &#8220;digitaler&#8221; MedienMittwoch statt. Die Unterzeile zum Web 2.0-Titel, &#8220;Du kommst hier nicht rein&#8221; war fast programmatisch: von den netten Bistrotischen im Außenbereich, free drink in der Hand, konnte man ab ca. Viertel vor 7 beobachten, wie die sich die Schlange den Westflügel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern fand im sachsenhäuser Depot 1899 mit dem 92. MedienMittwoch mal wieder ein &#8220;digitaler&#8221; MedienMittwoch statt. Die Unterzeile zum Web 2.0-Titel, &#8220;Du kommst hier nicht rein&#8221; war fast programmatisch: von den netten Bistrotischen im Außenbereich, free drink in der Hand, konnte man ab ca. Viertel vor 7 beobachten, wie die sich die Schlange den Westflügel entlang und dann bis um die Ecke wand. Leider wurde diesmal, anders als sonst, auf die Verkündung der Besucherstatistiken verzichtet, aber als die Einlasskontrolle aufgab und sich die saubere Zweierreihe beim Ansturm auf die offenen Türen auflöste, sah das doch mächtig nach Rekord aus. Zumindest waren alle Sitz- und Stehplätze auf zwei Etagen besetzt und blieben es auch bis zum Schlusswort.</p>
<p>&#8220;Du kommst hier nicht rein&#8221; muss offensichtlich gar nicht so endgültig und abschreckend wirken, aber in Bezug auf Web 2.0 oder Social Networks scheint es immer noch ganz gut die verschreckte Grundhaltung zumindest der Unternehmen zu beschreiben. Fakt ist, dass sich immer mehr Menschen im Web 2.0 tummeln - und noch mehr das moderne Internet einfach selbstverständlich nutzen, ohne sich über Buzzwords und Mediennutzungstypologien Gedanken zu machen. Nur die Unternehmen stehen wie das dicke Kind mit der Brille am Rand vom Schwimmbecken und schauen traurig zu, während die anderen Spaß haben.</p>
<p>Aber wen wundert&#8217;s, wenn allenthalben nur die Gruselgeschichten der peinlichsten #fails kolportiert werden, während Erfolgsgeschichten nebulös und ohne belastbares Datenmaterial daherkommen. So stand auch der aktuelle Lieblingsversager der deutschen Blogger-Szene, Vodafone, für den Großteil des Abends im Zentrum des Geschehens. Ob, wie, warum und wann &#8220;Es ist deine Zeit&#8221; Kardinalfehler beging oder doch noch zu retten gewesen wäre, wurde in den verschiedensten Konstellationen vom &#8220;Beichttisch&#8221; bis zum Podium so ausführlich diskutiert, dass die Herren auf der Bühne schließlich vom Publikum vor ihnen und von der Twitter-Wand hinter ihnen bedrängt wurden, doch nun endlich das Thema zu wechseln.</p>
<p>Doch leider hatten die Podiumsteilnehmer über die Vivisektion von Vodafone hinaus nicht mehr wirklich viel, vor allem nichts Kontroverses zu sagen. Einzig Prof. Dr. Ralf Schengber, der die Diskussion auch eröffnen durfte, glänzte mit druckreif formulierten Analysen des Social Marketing Dilemmas und mit punktgenauen Handlungsempfehlungen. Diese Empfehlungen waren durchaus realistisch (und entsprechen dem, was &#8220;der Kunde&#8221; erfahrungsgemäß zurzeit hören will): der Versuchung nachgeben, den Fuß ins kalte Wasser halten und insgesamt mit Babysteps ruhig vorwärts gehen.</p>
<p>Die anderen Podiumsteilnehmer bliesen weitgehend ins selbe Horn: &#8220;Informieren, und nicht verkaufen&#8221; - &#8220;locker bleiben&#8221; (Schengber) - &#8220;relevante Informationen zum Unternehmen bringen&#8221; - &#8220;aus Fehlern lernen und nicht sagen &#8216;Ich lass es&#8217;&#8221; (Dr. Holger Schmidt, FAZ) - &#8220;Der Punkt eines Gespräches es, dass man aushalten muss, dass einem nicht jeder Beitrag gefällt.&#8221; (Kai Hattendorf, Messe Frankfurt) - &#8220;lernen&#8221; (Alexander Esener, Vodafone).</p>
<p>Das ist alles gut und richtig, aber bei so viel Einigkeit kommt nun mal keine Spannung auf. Ich meine gar nicht, dass man Vodafone krasser hätte vorführen sollen oder dass wir choreografierte Streitgespräche brauchen. Doch gerade der digitale Medienmittwoch ist inzwischen eine so gut eingeführte, professionell organisierte und regelmäßig gut besuchte Veranstaltung, dass man das kleine Risiko deutlich unterschiedlicher Meinungen hin und wieder mal eingehen könnte. Bei einem Prodium aus 100% Alphamännern hätte ich doch ein bisschen mehr Testosteron erwartet &#8230; Aber vielleicht erleben wir es ja auch einmal, dass die kompetenten Frauen nicht nur aus dem Publikum und von der Twitter-Wall über die Front aus dunklen Anzügen murren, sondern vorne sitzen und kontrovers diskutieren.</p>
<p>A pro pos Twitter-Wall: Für die notorisch multitaskenden Digital Natives ist es natürlich ein Leichtes, das Podium, die Wall, den eigenen Twitter-Feed und 2-3 E-Mail Konten gleichzeitig im Auge zu behalten. Ich habe nach der Veranstaltung mit etlichen Besuchern gesprochen, die den Zwitscher-Chor an der Wand hinter den Rednern mehr als ablenkend fanden - zumal ein derart prominentes Forum immer dazu reizt, sich mit Pointen und spitzen (Insider-)Bemerkungen zu übertreffen, was dem Gros der Mitleser kaum Mehrwert bietet. Beim Februar-MedienMittwoch in der Deutschen Bibliothek hat Twitter (auch mit Wall) noch besser als Kommentarzeile funktioniert. Da hat sich Tobias Kirchhofer allerdings auch die nicht unbeträchtliche Mühe gemacht, die Fragen und Anmerkungen aus der Twittersphere immer wieder in die laufende Diskussion hineinzutragen. Podiumsteilnehmer und sevenload-Gründer Ibrahim Evsan hat sogar live zurückgetwittert. (Mehr dazu im Blog zum m2 <a title="m2 Wer bringt Qualitaet ins Web" href="http://weblog.medienmittwoch.de/2009-02-11/wer-bringt-qualitaet-ins-webtv/" target="_blank">Wer bringt Qualität ins Web? </a>vom 11. Februar 2009.)</p>
<p>Bevor ich jetzt gänzlich in diese typische deutsche Blogger-Haltung des Nörgelns auf sehr hohem Niveau verfalle: der 92. MedienMittwoch war mal wieder eine runde Veranstaltung in einer tollen Location mit zivilen Getränkepreisen (also beste Voraussetzungen für angeregtes Netzwerken im Anschluss an die Podiumsdiskussion). Wer sich ohnehin aktiv mit Social Marketing beschäftigt, hat vielleicht nichts weltbewegend Neues gelernt. Diese Experten waren aber auch nicht unbedingt die Kenzielgruppe des Abends und die Experten auf der Bühne haben sich durchaus gemüht, die praktischen Fragen aus dem Publikum sinnvoll zu beantworten. Interessant zum Beispiel die Frage nach der Erfolgsmessung und der Vorschlag, den ROI nicht unbeding nach verifizierbarer Umsatzsteigerung, sondern aus Kontakten in den relevanten Social Networks, Blog-Postings und Tweets zu berechnen. Darauf über Twitter der Vorschlag von &#8220;PickiHH&#8221;, statt dem alten TKP als neue Währung <span class="status-body"><span class="entry-content">THC einzuführen - thousand human contacts.</span></span></p>
<p>Und tatsächlich gab es am Ende des Abends den einen odere anderen bekennenden Offliner, der sich nicht nur für das Thema zu interessieren begann, sondern prompt ein eigenes Twitter-Profil eingerichet hat.</p>
<p>Zur intensiveren Nachlese empfehle ich noch <a title="Stichwort MedienMittwoch auf Twitter" href="http://twitter.com/search?q=%23Medienmittwoch" target="_blank">#medienmittwoch auf Twitter</a>, die Konserve des <a title="m2 92 Aufzeichnung" href="http://medienmittwoch.de/veranstaltungen/2009/09/09/" target="_blank">zaplive.tv-Livestreams auf medienmittwoch.de</a> oder <a title="Mikrokosmos, Profilierungswerkzeug oder Zukunft der Kommunikation?" href="http://blog.onetoone.de/onetofew/social-media-mikrokosmos-profilierungswerkzeug-oder-zukunft-der-kommunikation" target="_blank">die ausführliche Besprechung des schnelleren Christopf Salzig auf dem One-to-Blog</a> &#8230; und freue mich auf Eure Kommentare!</p>
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		<title>Wer bringt Qualität ins WebTV?</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 18:09:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Anja Rau</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der 86. MedienMittwoch befasst sich mit einem Thema, das 2009 endlich und angeblich seinen massentauglichen Durchbruch erleben soll: WebTV, also die altbekannte Glotze, jetzt jederzeit und überall über&#8217;s Internet abrufbar. Der Schwerpunkt liegt dabei heute - zumindest wird das so angekündigt - auf der Werbebranche: Ist der TV-Spot am Ende? Oder bietet Bewegtbild im Internet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der 86. MedienMittwoch befasst sich mit einem Thema, das 2009 endlich und angeblich seinen massentauglichen Durchbruch erleben soll: WebTV, also die altbekannte Glotze, jetzt jederzeit und überall über&#8217;s Internet abrufbar. Der Schwerpunkt liegt dabei heute - zumindest wird das so angekündigt - auf der Werbebranche: Ist der TV-Spot am Ende? Oder bietet Bewegtbild im Internet eine neue Chance für Marken, ihre Message unters Volk zu bringen?</p>
<p>Es diskutieren:</p>
<ul>
<li>Achim Apell von der Kinowelt Television GmbH</li>
<li>Ibrahim Evsan von der sevenload GmbH und</li>
<li>Michael Wurzer von der verytv GmbH,</li>
</ul>
<p>Moderator ist dieses Mal wieder Christoph Salzig von pr://ip.</p>
<p>Der Saal im OG der Deutschen Bibliothek in FFM ist realtiv voll (man munkelt von 600 Anmeldungen) und Tobias Kirchhofer von BlueMars eröffnet.</p>
<p>(Kurz böse Blicke - ich hab gerade versucht, <a title="verytv GmbH" href="http://www.very.tv/" target="_blank">verytv</a> zu recherchieren, die leider ihre Website direkt und not by request mit Ton starten.)</p>
<p>Um noch mal die Einladung zu wiederholen, die Tobias Kirchhofer bei seiner netten Vorstellung ausgesprochen hat: ein Blog ist immer nur *eine* mögliche subjektive Sicht. Bitte gern die Kommentarfunktion nutzen und mitreden!</p>
<p>Ute Schwens, Direktorin der Deutschen Nationalbibliothek FFM: &#8220;Medien sind alles, was wir hier sammeln&#8221; - also ein rein physicher Medienbegriff. Eigentlich ein ganz ent-spannender Ansatz: das Medium als neutraler Träger, der Inhalte übermittelt, aber nicht prägt. Aber auch mal eine ganz untypische Sicht aufs Internet primär als archivarische Herausforderung.</p>
<p>Noch eine Vorrede, jetzt von Oliver Harmel von <a title="NTT Europe Online" href="http://www.ntteuropeonline.de/" target="_blank">NTT Europe Online</a>. Internet als Infrastruktur-Problem. &#8220;Qualität&#8221; versteht er als Zuverlässigkeit der Live-Übertragung via IP. Für Sport klar, Sport ist sowohl ein massiver Wirtschaftsfaktor in der TV-Branche als auch nur live erst schön. Aber IPTV ist ja noch viel mehr, u.a. die Befreiung der Fernsehnation vom programmierten Tagesablauf.</p>
<p>Christoph Salzig stellt die Panel-Teilnehmer vor und ich komme langsam ins multikommunikative Schwitzen, denn hier wird parallel getwittert (#medienmittwoch) und Twitter-Fragen sollen live in die Diskussion mit einfließen. Ibo Evsan http://twitter.com/Ibo tuts sogar live vom Podium (während ebenso live der WebTV-Einspieler crasht). Alles so schön bunt hier!</p>
<p>verytv hat einen sehr süßen Erklär-Spot: &#8220;WebTV kann jeder machen, aber nicht jedes Thema ist eine gute Idee.&#8221; Und das ist auch gleich Salzigs Überleitung zu WebTV-machenden Werbern und Markenartiklern. <img src='http://weblog.medienmittwoch.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> Also los: Ist es eine gute Idee, wenn Marken ins Web gehen?</p>
<p>Achim Apell ist dafür und wundert sich, dass &#8220;es&#8221; nicht mehr Marken tun. Qualität sei dann die nächste Frage. (Allerdings setz Apell jetzt WebTV mit Videoinhalten gleich. Ich bin mir nicht so sicher, ob das nicht zu kurz greift.)</p>
<p>Evsan sieht WebTV eher als Zuschauermedium und die Marken als aufgerufen, ihre eigene Sichtweise daneben zu stellen, wenn die Menschen über sie sprechen. Und: &#8220;Die Leute wissen noch nicht genau, wie das funktioniert.&#8221;</p>
<p>Wurzer sieht WebTV als die Möglichkeit, Marken über Inhalte aufzubauen und wegzugehen von inszenierten Werbebotschaften. Und der Hinweis: Internet ist als Distributionskanal für Bewegsbild unschlagbar billig.</p>
<p>Wir sind weiterhin bei Marken im WebTV und Salzig fragt, ob wir denn 2009 innovativen, originären WebTV-Content erwarten können. Momentemal - wieso sollte der denn von Markenartiklern kommen? Wurzer: &#8220;Marken stehen für gleichbleibende Qualität und Vertrauen.&#8221; - Aber ist denn, wer den Computer meines Vertrauens baut auch der, der mein bevorzugtes Entertainment macht? OK, blödes Beispiel (<a title="Apple ads" href="http://www.apple.com/getamac/ads/" target="_blank">http://www.apple.com/getamac/ads/</a>), aber Sie wissen, was ich meine &#8230; Und wie BMW movies einfach auf Content von etablierten Providern zurückzugreifen kann es auf Dauer doch nicht sein.</p>
<p>Jetzt gibt es ein 1-on-1 zwischen Salzig und Wurzer, die dazu aufstehen und sich an den Bistro-Tisch stellen. Hier ist wirklich was los &#8230; Sendeplatz auf verytv: ca. EUR 20K, Dreh für einen Spot: EUR 6K. Nice to know (und eine ganz unverbindliche Preisempfehlung).</p>
<p>Wurzer: Bloss, weil es WebTV ist, darf es nicht nach UserGeneratedContent aussehen, sondern muss mit dem Image-Film mithalten können. Aber da gibt es sicher noch eine Bandbreite, denke ich mal.</p>
<p>Apell: Erst kommt die Story, dann kommt das Budget. You wish. (Und Applaus für die Ansage, dass das Madonna-Movie das große kreative Highlight der letzten Jahre war und sich die Szene seitdem maximal horizontal bewegt.)</p>
<p>Nach ner guten Stunde greift das Panel zum ersten Mal (anonymisiert) einen Twitter-Kommentar auf, nämlich dass die Diskussion doch arg von der Sichtweise der Auftraggeber der anwesenden Provider geprägt sei. Apell schießt zurück mit Beispielen von Online-Restverwertung durch TV-Sender (von UGC ganz zu schweigen). Schwerpunkt bleibt weiterhin Marken-TV, preisgünstig übers Web ausgestrahlt.</p>
<p>Immerhin die kritische Nachfrage: Muss es denn sein, dass die Marken nur alte TV-Spots reinstellen, statt Contents zu (er)finden, die den Markenkern sinnvoll verlängern.</p>
<p>Evsan spricht über&#8217;s Embedding als Tool zur Generierung von Consumer Insights. Das bricht eine Lanze für die Nutzung von WebTV durch Marken (= seine potenziellen Kunden), sagt aber nichts über Content und Innovation.</p>
<p>Kurzer Exkurs zu Mercedes Mixed Tape und weiter mit der Frage nach der Integration von E-Commerce. Wurzer assoziiert zuerst, den Shopping-TV-Kanal im Web zu &#8220;senden&#8221;. Da ist YouTube schon weiter.</p>
<p>Mein Akku ist gleich alle und noch kein Kommentar im Blog. Aber bei Twitter geht&#8217;s rund.</p>
<p>Oha! &#8220;Was macht WebTV wirklich sexy?&#8221; Frage aus dem Publikum mit der dringenden Bitte, doch mal vom &#8220;Einzelschicksal&#8221; des werbefinanzierten Anbieters abzusehen &#8230; yes, please. Antwort: naja, es gibt ja Möglichen, gute Stories zu erzählen. Also bitte. Salzig dagegen: wieso muss ZDF den Autodidakten Elektronischer Reporter featuren. Können die&#8217;s nicht selbst?</p>
<p><a title="yetanotherfish on Twitter" href="http://twitter.com/yetanotherfish" target="_blank">yetanotherfish</a> bittet über Twitter darum, mal den Web-typischen Rückkanal zu thematisieren. Und da wird es doch interessant. Denn über welchen Kanal ich same old same old ausspiele, ist doch mehr als nebensächlich. Im selben Horn der Kommentar eines Drehbuchautors aus dem Publikum: dass es beim Thema &#8220;Qualität&#8221; nun doch eben nicht um die Service-Qualität der Infrastruktur gehen kann. Auch, wenn Ibo Evsan stolz auf seine Plattform ist und sein darf.</p>
<p>Wurzer: &#8220;Die Leute, die wissen, wie man Qualität im TV macht, bringen auch die Qualität ins WebTV. Die wissen nur noch nicht, wie man sowas im Web bekannt macht.&#8221; Bitte mals ins Twitter schauen und die Frage nach Interaktion und Rückkanal aufgreifen &#8230;</p>
<p>Markus Goldemann zieht aus dem Publikum noch mal schön die Linie zwischen Film-Formaten, wie sie jeder auf seine Website stellen kann (und über die wir hier anscheinend ausschließlich sprechen) und TV-Programm-ähnlichen Inhalten, die über&#8217;s Web distribuiert werden. Mit dem engeren TV-Begriff wären wir vielleicht weiter von der Werbung weggekommen. Wer weiß.</p>
<p>Bevor wir jetzt ins lustige YouTube-Surfen abdriften, bläst Salzig zum Wrap-up. Was wünschen wir uns für die Entwicklung des WebTV in diesem Jahr?</p>
<p>Wurzer: Möglichst viele Player und nicht nur Image-Filme.</p>
<p>Evsan: Mehr Handlung, WebTV aufs TV-Gerät, Förderung von Künstlern (wie Stefan Raab und so &#8230;)</p>
<p>Apell: PayTV auf vielen Plattformen, engere Zusammenarbeit zwischen Agenturen und TV-Leuten, neue Formate.</p>
<p>Das war&#8217;s, jetzt kommt das Networking. Oder doch noch ein <a title="Take This Dance.com" href="http://www.takethisdance.com" target="_blank">YouTube Filmchen</a>? Takethisdance.com = der Weg, den WebTV gehen wird und soll (Salzig).</p>
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		<title>Wann ist mobil mobil?</title>
		<link>http://weblog.medienmittwoch.de/2008-10-09/mobile-internet/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Oct 2008 21:39:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Anja Rau</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern Abend fand ein sehr chilliger und networking-freundlicher 82. MedienMittwoch im frankfurter Cocoon Club statt. Auch wenn der ansonsten exzellente und sehr unterhaltsame Moderator Thomas Knüwer (Indiskretion Ehrensache, Bel étage, Gotorio) anscheinend eine Unke gefrühstückt hatte und als Erstes das Ambiente beklagte. Tobias Kirchhofer konnte diesen Monat mal wieder ein Internet-Thema platzieren, das dank der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://weblog.medienmittwoch.de/wp-content/uploads/2008/10/m2_081008_mobile_internet-1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-40" src="http://weblog.medienmittwoch.de/wp-content/uploads/2008/10/m2_081008_mobile_internet-1-300x199.jpg" alt="m2 Mobile Internet im Cocoon Club" width="300" height="199" /></a>Gestern Abend fand ein sehr chilliger und networking-freundlicher 82. MedienMittwoch im frankfurter <a title="Cocoon Club" href="http://www.cocoonclub.net/" target="_blank">Cocoon Club</a> statt. Auch wenn der ansonsten exzellente und sehr unterhaltsame Moderator Thomas Knüwer (<a title="Indiskretion Ehrensache" href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/" target="_blank">Indiskretion Ehrensache</a>, <a title="Thomas Knuewer, Bel etage" href="http://www.handelsblatt.com/audio/bel-etage/" target="_blank">Bel étage</a>, <a title="Thomas Knuewe, Gotorio" href="http://gotorio.squarespace.com/" target="_blank">Gotorio</a>) anscheinend eine Unke gefrühstückt hatte und als Erstes das Ambiente beklagte. <a title="Tobias Kirchhofer, BlueMars" href="http://www.bluemars.net/" target="_blank">Tobias Kirchhofer</a> konnte diesen Monat mal wieder ein Internet-Thema platzieren, das dank der durchaus provozierenden Frageform des Moderators auch leidlich kontrovers diskutiert wurde: &#8220;Mobile Internet - auf der Überholspur oder nur zu hohe Drehzahlen im ersten Gang?&#8221; Ich fasse mal zusammen:</p>
<p>Burkhard Leimbrock, Director Vodafone MediaSolutions war da und hat Vodafone als den Player positioniert, der das mobile Internet nach Deutschland gebracht hat und mehrstellige Summen investiert, um die deutschen Mediennutzer über das mobile Internet aufzuklären (mit hochwertigen TV-Spots vor allem). Leimbrock sieht heute Nutzerzahlen von über 10 Mio., projiziert 25 Mio. in 2012 und ist sich sicher, dass Menschen auf dem Handy auch Werbung gern anschauen. Das wären rund 30% der deutschen Bevölkerung.</p>
<p>Andererseits waren im Club nur junge, aufstrebende Medienschaffende versammelt, von denen sich auf die Frage, wer denn mobil ins Netz gehe, selbst nur rund 30% gemeldet haben (10% mit iPhone, zwei oder drei mit dem Blacky). Der Tenor des Abends war zwar, dass sich das mobile Internet in einem Bruchteil der Zeit etabliert, die das &#8220;klassische&#8221; Internet gebraucht hat. Aber wenn schon die beruflichen und Fachnutzer schwächeln &#8230;</p>
<p><a href="http://weblog.medienmittwoch.de/wp-content/uploads/2008/10/m2_081008_mobile_internet-2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-45" src="http://weblog.medienmittwoch.de/wp-content/uploads/2008/10/m2_081008_mobile_internet-2-300x199.jpg" alt="Medienmittwoch 08.10.2008" width="300" height="199" /></a>Dirk Kraus war da, CEO der YOC AG (&#8221;Ein Unternehmen, das Sie wahrscheinlich nicht kennen&#8221;, so Thomas Knüwer, darum hier mal der Link: <a title="YOC AG - mobile marketing" href="http://www.yoc.com/i" target="_blank">YOC</a>) und präsentierte sich als europaweit tätiger Vermarkter mobiler Werbeflächen, der diese Flächen auch selbst herstellt. (Das finde ich persönlich nun recht kritisch, wo schon das &#8220;klassische Internet&#8221; den Weg des Privat-TV geht, den Content nur noch nach seiner Eignung als Werbeträger auswählt und der Werbeträger selbst kaum noch vom Werbemittel zu unterscheiden ist. Wer soll sich denn das alles anschauen wollen?)</p>
<p>Marco Zingler, CEO der Agentur <a title="Agentur denkwerk" href="http://www.denkwerk.de/en/" target="_blank">denkwerk</a> sieht Mobile dagegen nur als einen Kanal unter vielen - aber eben auch nur als das.</p>
<p>Michael Neidhöfer, CEO des mobile Software Herstellers <a title="Netbiscuits" href="http://www.netbiscuits.com/" target="_blank">Netbiscuits</a> sprach von der hohen Akzeptanz von Publisher-Angeboten wie Bild Mobil und der Schwierigkeit, den Menschen verständlich zu machen, dass das Internet jetzt auch im Handy ist.</p>
<p>Auch Olav A. Waschkies von <a title="Pixelpark" href="http://www.pixelpark.de/" target="_blank">Pixelpark</a> präsentierte sich als geläuterter Saulus, der nach frühen Frustrationserlebnissen die Qualitäten von mobile als einem Marketing-Kanal anerkennt.</p>
<p>Interessanterweise wurde den ganzen Abend nur einmal - und das aus dem Publikum - nach dem Mehrwert des mobilen Internet gefragt. Da kam vom Podium ehrlich gesagt recht wenig. OK, eBay, Lufthansa Check-in, Bild. (Man sollte dazu sagen, dass das Publikum darüber hinaus aber nur die Preisstruktur und -höhe thematisiert hat.)</p>
<p>Insgesamt herrschte auf dem Podium Einigkeit darüber, dass es heute darum geht, wie man das Internet für mobile Endgeräte anpassen muss, um das mobile Internet noch erfolgreicher zu machen. Es ging um Client-Sniffer, WAP-Formate und (!!) um für die mobile Nutzungssituation angepasste Contents. Nun waren die Podiumteilnehmer alle vom Fach und verfügen über die Daten, nach denen ich mir die Finger lecken würde &#8230;</p>
<p>&#8230; trotzdem glaube ich, wenn die Diskussion so geführt wird, geht sie am Thema vorbei. Den meisten Menschen ist es wahrscheinlich egal, ob das, worauf sie mit ihren Handys und Smartphones zugreifen können, <strong>das</strong> Internet ist oder ein mobiles Internet oder irgendein Datenservice, der zufällig mit dem Internetprotokoll übertragen wird. Die meisten Menschen wissen nicht, ob ihr Rechner gerade online ist oder offline, was der Unterschied zwischen Webmail und einem Webclient ist, ob ihr DSL nun übers Festnetz oder das Telefon über das DSL oder wie oder was kommt und was gar am Ende eine Homezone ist. Das interessiert nur die Telko-Anbieter und darum sind auch die Tarife so komplex.</p>
<p>Die Menschen interessieren sich für die Inhalte und die Funktionen. Alles andere ist weitgehend sekundär. Es mag durchaus sein, dass das Medien-(oder Geräte-)nutzungsverhalten am mobilen Endgerät anders ist als zu Hause am PC, wie zum Beispiel Kraus und Neidhöfer betont haben. Aber wo ist denn da die Henne und wo das Ei? Funktioniert mobil nur Handy-artige Hardware oder wird das mobile Nutzungsverhalten, das wir heute beobachten können, einfach von der verfügbaren Hardware bestimmt? Macht es Sinn, Darbietungsformen auf Hardwarerestriktionen zuzuschneiden, die nächstes Jahr schon nicht mehr marktfähig sind, bloß weil aktuell verfügbare Alternativen noch nicht jedermanns Geschmack sind? (Wenn ich mir allerdings anschaue, wer an einem beliebigen Samstag in einem beliebigen Elektrofachhandel begehrlich nach den ausgestellten iPhones greift, bezweifle ich auch, dass das Nutzungserlebnis wirklich so arg durchfällt, wie Dirk Kraus das beschreibt.) Zumal die Messlatte für die Darstellung von &#8220;klassischen&#8221; Internet-Inhalten immer noch von Browsern und inzwischen recht großen Monitoren gelegt wird. Gar die Inhalte auf eine vermutete, von der Hardware diktierte Nutzungssituation zusammenzukürzen, wie Olav A. Waschkies das vorschlägt, halte ich für riskant.</p>
<p>Und wer bestimmt letztlich, welche Nutzungssituation die mobile ist? Ich verbringe sagen wir mal gut die Hälfte meiner wachen Zeit in der Agentur, der Rechner mit meinen privaten Daten steht zu Hause. Und es kommt oft genug vor, dass der Rechner daheim ausbleibt und ich auch zu Hause nur mit dem iPhone surfe. Wo bin ich stationär, wo bin ich mobil? Bin ich überhaupt noch stationär, wenn ich auch zu Hause (oder auf der Arbeit) nur noch mit einem Laptop unterwegs bin? Wie klein darf der Bildschirm werden, bevor das Endgerät &#8220;nur&#8221; ein mobiles ist und abgespeckte Inhalte erfordert? Was ist mit Internetcafes, die vertretbare Monitore, aber doch nur einen eingeschränkten Funktionsumfang bieten?</p>
<p>Wer das mobile Internet heute an Hardware festmacht, hat, da bin ich sicher, morgen genauso viele Probleme wie der, der seine wichtigen Daten fest in einem sperrige Gehäuse verbaut hat, das irgendwo unter einem Schreibtisch steht.</p>
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		<item>
		<title>Heute ist es hier so voll, weil man mit LOHAS Geld verdienen kann</title>
		<link>http://weblog.medienmittwoch.de/2008-07-11/heute-ist-es-hier-so-voll-weil-man-mit-lohas-geld-verdienen-kann/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Jul 2008 21:43:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Anja Rau</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Konventionelles Marketing war gestern!? - Stellen die LOHAS die Kommunikation auf den Kopf?
Der 79. MedienMittwoch am vergangenen Mittwoch, 9. Juli 2008, war, folgt man dem Gastgeber Jörg Weber, ungewöhnlich gut gebucht und gut besucht. Und trotz des offensichtlich attraktiven Themas und der schönen (wenn auch bedauerlich schnittchenlosen) Location hat es das Podium jedoch geschafft, den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Konventionelles Marketing war gestern!? - Stellen die LOHAS die Kommunikation auf den Kopf?</h3>
<p>Der 79. MedienMittwoch am vergangenen Mittwoch, 9. Juli 2008, war, folgt man dem Gastgeber Jörg Weber, ungewöhnlich gut gebucht und gut besucht. Und trotz des offensichtlich attraktiven Themas und der schönen (wenn auch bedauerlich schnittchenlosen) Location hat es das Podium jedoch geschafft, den Saal nachhaltig leerzureden. Warum eigentlich? &#8220;Zu wenig Neues&#8221; kann es kaum gewesen sein - oder war das Publikum nur zu träge, auf die anfänglichen Fragen des Moderatorenpaars Hoffhaus und Kofler zu antworten? Am Ende hat doch jeder schon vorher gewusst, was LOHAS ist (nicht: &#8220;sind&#8221;!) und das Podium hat zu den Bekehrten gepredigt.<br />
Für die Moderatoren, die diese Veranstaltung mit einem wechselseitigen Interview ziemlich flott gestartet haben, gab es jedenfalls die Daumen nach oben. Auch wenn eine etwas gezieltere Gesprächsführung im Laufe des Abends die eine oder andere Länge sicher vermieden hätte.</p>
<h4>Sind wir nicht alle ein bisschen LOHAS?</h4>
<p>Der erste (und für den Geschmack all derer, mit denen ich im Anschluss sprechen konnte, zu lange) Fachbeitrag kam von Birgit Czinkota, die die mit der aktuellen LOHAS-Studie von AC Nielsen eine am tatsächlichen Konsumverhalten orientierte Typologie der neuen Ökos vorgestellt hat.</p>
<p>LOHAS steht für Lifestyle Of Health and Sustainability, also für einen vor allem von Gesundheit und Nachhaltigkeit geprägten Lebensstil, den lt. Nielsen etwa 30% der Haushalte in Deutschland pflegen.  LOHAS&#8217; sind am Zeitgeschehen und gesellschaftlich interessiert, markentreu (aber jederzeit bereit, einer skandalverstrickten Marke boykottierend den Rücken zu kehren), sie treten in Dialog mit den Unternehmen, sind stil- und designbewusst, hedonistisch, werbefeindlich und konsumfreudig und vor allem 200 Mrd. Euro / Jahr schwer.</p>
<p>Der nette Vertreter der Universität Hohenheim, der leider nicht auf der m2-Website verzeichnet ist und nicht ausreichend anmoderiert wurde, hat das Marktpotenzial von 200 Mrd. Euro gleich auf den Punkt gebracht: &#8220;Heute ist es hier so voll, weil man mit LOHAS Geld verdienen kann.&#8221; (&#8230; denken die Marketing-Leute)</p>
<p>LOHAS&#8217; legen Wert auf Glaubwürdigkeit, Seriösität und Vertrauenswürdigkeit in der Werbung und Alexander Böker, Chefredakteur des neuen Burda-LOHAS-Titels Ivy hat gezeigt, was das in der Praxis heißt: BMW-Werbung gleich auf der ersten Doppelseite geht gar nicht, Toyota Prius geht gut und nach 80 Seiten gutem Öko-Gewissen, Design und Hedonismus geht auch wieder BMW.</p>
<p>Peter Pavan von LOHAS.de, dem ersten deutschen LOHAS-Blog sagte überraschend wenig. </p>
<p>Silke Peters vom Flower Label Program e.V. vertrat offensichtlich die alte Öko-Garde, die mit einem soliden soziopolitischen Hintergrund daherkommt und den konsumorientierten Hedonismusdiskurs ein bisschen hintenan stellt. Ab hier hätte es eine spannende oder zumindest laute Diskussion geben können (wie auch das Impulsreferat zu Anfang ein prima Einstieg in eine Podiums*diskussion* hätte sein können), aber leider waren wir zu diesem Punkt schon so spät dran, dass die Moderatoren anhuben, ein etwas unentspanntes Tempo vorzulegen.</p>
<p>Schließlich musste noch Jürgen Schmidt von der Memo AG, neben Frau Peters einer der Sponsoren des Abends, zu Wort kommen. Der hat immerhin versucht, angemessen auf einen Ein- bzw. Vorwurf aus dem Publikum (im Tenor &#8220;das sind ja alles olle Kamellen, wie steht es denn nun mit dem Marketing?&#8221;) einzugehen. Es seien nicht die LOHAS&#8217;, die die Kommunikation auf den Kopf stellen, sondern unser aller veränderter Lebensstil.</p>
<p>Wie gesagt: irgendwo sind wir alle ein bisschen LOHAS.  </p>
<h4>Wie kann man mit LOHAS nachhaltig Geld verdienen?</h4>
<p>Ob wie und / oder warum die LOHAS&#8217; die Kommunikation auf den Kopf stellen (sollten), wurde Mittwoch Abend nicht abschließend geklärt oder auch nur erhellend angerissen. Aber eins ist klar: LOHAS&#8217; sind begnadete Marketiers, wenn es ums Eigenmarketing geht.</p>
<p>Folgt man den Demografien und legt nicht unbedingt die strengste Definition an, dann wir uns wirklich fast alle (bis auf die marktpotenzialfernen Schnäppchenjäger vielleicht) zu den neuen Guten zählen. Es fühlt sich auch gut an zu wissen, dass man mit dem hintersten Eckchen seines Konsumverhaltens doch das Richtige tut. Da kann man sich auch mal ein mit Null-Impakt-Methoden gedruckes Journal unter den Arm klemmen - sonst sehen es die anderen Guten vielleicht nicht so genau. </p>
<p>So kommt die LOHAS-Bewegung auf Breitenwirkung und Massentauglichkeit. Und nur mit Masse und Breite kommt man auf attraktive 200 Mrd. Euro Marktpotenzial. Mit Blogs, Sozialen Netzwerken und Veranstaltungen wie dem MedienMittwoch bringen sie sich ins Relevant Set der Marketer, Werber und Unternehmen - die dann brav Produkte herstellen und Verhaltensweisen an den Tag legen, die den LOHAS&#8217; wohlgefällig sind. Wie man mit LOHAS&#8217; Geld verdienen kann, ist vielleicht gar nicht so wichtig. Hauptsache, die Unternehmen denken, *dass* sie es können.</p>
<p>Smart. Sehr smart. Vielleicht macht diese Strategie ja auch bei anderen Interessensgruppen Schule. Interessant, dass es unter den weltanschaulichen Gruppen mit dem humorlosen Image ausgerechnet die Ökos geschafft haben, sich mit einem spaßorientierten (hedonistischen und konsumfreudigen) Image neu zu erfinden.</p>
<h4>Sind wir nicht alle ein bisschen Web 2.0?</h4>
<p>Für die Freunde der digitalen Kommunikation habe ich zum Abschluss noch schnell die Frage nach der Bedeutung des Internet für die LOHAS-Bewegung gestellt. Immerhin hatte jeder Podiumsteilnehmer an jenem Abend mindestens eine URL für uns im Gepäck.</p>
<p>Pavan: Internet ist eine starke und immer stärker werdenden Kraft, der auch die LOHAS&#8217; sehr zugetan sind.</p>
<p>Böker: Das Stichwort ist Transparenz - im Internet bleibt nichts verborgen. </p>
<p>Hoffhaus: Ohne Web 2.0 kein LOHAS. Die Unternehmen werden im Internet schnell so gläsern, dass die LOHAS-Bewegung jeden Fehltritt mitbekommt und nutzen kann. So müssen Unternehmen Kritikfähigkeit lernen, das ist der Stoff aus dem die Nachhaltigkeit ist.</p>
<p>Schmidt: Dank Internet und Web 2.0 können die Konsumenten endlich effektiv in den Dialog mit den Unternehmen treten.</p>
<p>In der Tat ist das Web 2.0 vor allem die Technologie, die endlich einlöst, was die Pioniere des Internet schon in den 80er Jahren erträumt und versprochen haben - und die wiederum waren geprägt von der ersten Öko- und Hippiebewegung. Der Kreis schließt sich.</p>
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		<title>Der Spießer live! HORIZONT-Kolumnist Alfons über 7 Todsünden der Werbung</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Feb 2008 15:58:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Kirchhofer</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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