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	<title>Kommentare zu: Der Spießer live! HORIZONT-Kolumnist Alfons über 7 Todsünden der Werbung</title>
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	<description>Podcasts vom MedienMittwoch</description>
	<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 13:05:02 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Tobias Kirchhofer</title>
		<link>http://weblog.medienmittwoch.de/2008-02-15/der-spiesser-live-horizont-kolumnist-alfons-ueber-7-todsuenden-der-werbung/#comment-4595</link>
		<dc:creator>Tobias Kirchhofer</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Feb 2008 09:39:16 +0000</pubDate>
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		<description>
Zur Debatte kann ich nur soviel beitragen (war bei dem MedienMittwoch leider nicht anwesend): werbliche Kreation entsteht immer in einem zeitgenössischen kulturellen Umfeld und ist daher sehr selten unique. Es kommt wie immer auf den Menschen an, wer ist die kreative Persönlichkeit hinter einer Botschaft? Platte Plagiate sind natürlich indiskutabel, kluge Plagiate, Zitate und sowas doch hin und wieder ganz nett.

Meine Agentur &lt;a href="http://bluemars.net/" rel="nofollow"&gt;BlueMars&lt;/a&gt; arbeitet mit und im Internet. Dort identifizieren wir Strömungen und Innovationen, die wir weiterentwickeln und hin und wieder auch selbst setzen. Bei uns geht es aber auch mehr um Echtheit, Erlebnis, Funktion und Relevanz. Sonst klickt keiner.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Debatte kann ich nur soviel beitragen (war bei dem MedienMittwoch leider nicht anwesend): werbliche Kreation entsteht immer in einem zeitgenössischen kulturellen Umfeld und ist daher sehr selten unique. Es kommt wie immer auf den Menschen an, wer ist die kreative Persönlichkeit hinter einer Botschaft? Platte Plagiate sind natürlich indiskutabel, kluge Plagiate, Zitate und sowas doch hin und wieder ganz nett.</p>
<p>Meine Agentur <a href="http://bluemars.net/" rel="nofollow">BlueMars</a> arbeitet mit und im Internet. Dort identifizieren wir Strömungen und Innovationen, die wir weiterentwickeln und hin und wieder auch selbst setzen. Bei uns geht es aber auch mehr um Echtheit, Erlebnis, Funktion und Relevanz. Sonst klickt keiner.</p>
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	<item>
		<title>Von: Spießer Alfons</title>
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		<dc:creator>Spießer Alfons</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Feb 2008 08:16:07 +0000</pubDate>
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		<description>Ein Kritiker kann nur das kritisieren, was passiert ist, und nicht das, was eventuell in einer "Welt" der Zukunft passieren wird. Außerdem: Wenn Sie eine Idee in Kuala Lumpur gefunden und adaptieren wollen: Holen Sie sich das Okay der Kollegen aus Kuala Lumpur! Aaaaber: Reichen Sie "Ihr" Werk dann bitte nicht zum ADC-Wettbewerb ein! Ich möchte das Schmetterling-Schuh-Plagiat von Leo Burnett (siehe HORIZONT 5/2008) dort nicht sehen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Kritiker kann nur das kritisieren, was passiert ist, und nicht das, was eventuell in einer &#8220;Welt&#8221; der Zukunft passieren wird. Außerdem: Wenn Sie eine Idee in Kuala Lumpur gefunden und adaptieren wollen: Holen Sie sich das Okay der Kollegen aus Kuala Lumpur! Aaaaber: Reichen Sie &#8220;Ihr&#8221; Werk dann bitte nicht zum ADC-Wettbewerb ein! Ich möchte das Schmetterling-Schuh-Plagiat von Leo Burnett (siehe HORIZONT 5/2008) dort nicht sehen!</p>
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	<item>
		<title>Von: LeoBurnett</title>
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		<dc:creator>LeoBurnett</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Feb 2008 11:23:00 +0000</pubDate>
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		<description>Kommentar zum MedienMittwoch

"Der Spießer in der Höhle des Leo" so eröffnete Wolfgang Borgfeld den MedienMittwoch in den Räumlichkeiten von Leo Burnett. Dass damit nicht nur die Agentur Leo Burnett gemeint war, sondern irgendwie auch die ganze Werbebranche, ließ einen schon der Titel der Veranstaltung vermuten. Über "Sieben Todsünden der Werbung" ließ sich Harald Dzubilla alias Spießer Alfons über mehr als 90 Minuten aus und war am Ende wohl so berauscht, dass er gleich noch eine achte Todsünde drauflegte und damit selbst eine beging. Ja ja, so geht es uns Werbern ja auch oft. Man verliebt sich halt gerne in seine eigene Arbeit und schießt dann ab und an übers Ziel hinaus. Aber dafür haben wir ja unseren Alfons…

Nun, zweifelsfrei hat er Recht, der Spießer, mit seinen kritischen Betrachtungen. Wie gerne klopfen wir Kreative uns für gewonnene Awards auf die Schultern und wie schwer tun wir uns manchmal, neue Ideen zu finden, die es noch nicht gab. Böse, globalisierte Welt! Da muss ein Kreativer in Deutschland eben Obacht geben, dass seine Idee nicht vorher schon mal jemand in Kuala Lumpur hatte. Nicht auszudenken, wenn die Menschen draußen im Lande das merken würden.Mal ganz abgesehen von der ganzen schlechten Werbung, die uns Tag aus und Tag ein quält.

Aber irgendwie ist es doch schön, in einer Branche zu arbeiten, die offensichtlich soviel Zündstoff hervorbringt, dass sich damit regelmäßig eine überformatige 1/1 füllen lässt. Natürlich nicht gekippt. Wegen der Lesegewohnheiten!

Also noch einmal: Recht hat er, der Spießer. Komisch nur, dass der dargebotene Zündstoff in der anschließenden Diskussion nicht so recht zünden wollte. Waren die Zuhörer vielleicht eingeschüchtert durch so viel fundierte Kritik? Oder lag es viel-leicht daran, dass die "Message" bei der Zielgruppe nicht so recht angekommen ist?

Unser Tipp: Vielleicht hilft ein Blick ins hier und jetzt. In eine Welt, in der Markenführung und Markenkommunikation nicht mehr nur aus Sicht der allherrschenden Marke und ihrer "single-minded proposition" gemacht werden kann, sondern von allen Menschen, aufgrund aller Erlebnisse und Erfahrungen, die ihre Beziehung mit Marken prägen. Eine Welt, in der sich für den geneigten Werber noch viel mehr Möglichkeiten zur Begehung von Todsünden ergeben. Todsünden, die man bisher vielleicht noch gar nicht kannte. Was würde sich da für ein Spielfeld für einen Pionier der Werbekritik auftun, dem es nicht reicht, die Abwesenheit von Headlines auf Anzeigen zu kritisieren. Eine Menge Zündstoff also, der vielleicht noch nicht durch zu lange Lagerung seine Zündkraft verloren hat.  

"Lieber keine Werbung als schlechte Werbung" hat er uns gesagt, der Spießer. Wir schließen mit den Worten: "Lieber dieser Spießer als gar kein Spießer."
 Wir, die Werber von Leo Burnett</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kommentar zum MedienMittwoch</p>
<p>&#8220;Der Spießer in der Höhle des Leo&#8221; so eröffnete Wolfgang Borgfeld den MedienMittwoch in den Räumlichkeiten von Leo Burnett. Dass damit nicht nur die Agentur Leo Burnett gemeint war, sondern irgendwie auch die ganze Werbebranche, ließ einen schon der Titel der Veranstaltung vermuten. Über &#8220;Sieben Todsünden der Werbung&#8221; ließ sich Harald Dzubilla alias Spießer Alfons über mehr als 90 Minuten aus und war am Ende wohl so berauscht, dass er gleich noch eine achte Todsünde drauflegte und damit selbst eine beging. Ja ja, so geht es uns Werbern ja auch oft. Man verliebt sich halt gerne in seine eigene Arbeit und schießt dann ab und an übers Ziel hinaus. Aber dafür haben wir ja unseren Alfons…</p>
<p>Nun, zweifelsfrei hat er Recht, der Spießer, mit seinen kritischen Betrachtungen. Wie gerne klopfen wir Kreative uns für gewonnene Awards auf die Schultern und wie schwer tun wir uns manchmal, neue Ideen zu finden, die es noch nicht gab. Böse, globalisierte Welt! Da muss ein Kreativer in Deutschland eben Obacht geben, dass seine Idee nicht vorher schon mal jemand in Kuala Lumpur hatte. Nicht auszudenken, wenn die Menschen draußen im Lande das merken würden.Mal ganz abgesehen von der ganzen schlechten Werbung, die uns Tag aus und Tag ein quält.</p>
<p>Aber irgendwie ist es doch schön, in einer Branche zu arbeiten, die offensichtlich soviel Zündstoff hervorbringt, dass sich damit regelmäßig eine überformatige 1/1 füllen lässt. Natürlich nicht gekippt. Wegen der Lesegewohnheiten!</p>
<p>Also noch einmal: Recht hat er, der Spießer. Komisch nur, dass der dargebotene Zündstoff in der anschließenden Diskussion nicht so recht zünden wollte. Waren die Zuhörer vielleicht eingeschüchtert durch so viel fundierte Kritik? Oder lag es viel-leicht daran, dass die &#8220;Message&#8221; bei der Zielgruppe nicht so recht angekommen ist?</p>
<p>Unser Tipp: Vielleicht hilft ein Blick ins hier und jetzt. In eine Welt, in der Markenführung und Markenkommunikation nicht mehr nur aus Sicht der allherrschenden Marke und ihrer &#8220;single-minded proposition&#8221; gemacht werden kann, sondern von allen Menschen, aufgrund aller Erlebnisse und Erfahrungen, die ihre Beziehung mit Marken prägen. Eine Welt, in der sich für den geneigten Werber noch viel mehr Möglichkeiten zur Begehung von Todsünden ergeben. Todsünden, die man bisher vielleicht noch gar nicht kannte. Was würde sich da für ein Spielfeld für einen Pionier der Werbekritik auftun, dem es nicht reicht, die Abwesenheit von Headlines auf Anzeigen zu kritisieren. Eine Menge Zündstoff also, der vielleicht noch nicht durch zu lange Lagerung seine Zündkraft verloren hat.  </p>
<p>&#8220;Lieber keine Werbung als schlechte Werbung&#8221; hat er uns gesagt, der Spießer. Wir schließen mit den Worten: &#8220;Lieber dieser Spießer als gar kein Spießer.&#8221;<br />
 Wir, die Werber von Leo Burnett</p>
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