MUSIC MOVES - Vampires are alive, HDTV-Videopremiere mit DJ Bobo
15. März 2007 von Dr. Anja RauIst es nicht so, dass oftmals großes Leid wie ein Gebirge aufragend unseren Blick über den Tellerrand auf das Leid der anderen versperrt? Und wie wahr ist dies erst für nationales Leid, das ein Land im Trauma eint!
Ein solches Trauma ist das alljährliche “Allemagne 0 Points”, das deutsche Barden beschämt und unbekränzt aus europäischen Metropolen zurück in die hämische Heimat treibt. Dabei übersehen wir gern, dass unsere käseliebenden Nachbarn im Südwesten in der Regel nicht einmal das Halbfinale überstehen.
Nun ist ein Mann gekommen, die Reihe der Misserfolge zu durchbrechen und die Marke “Schweiz” endgültig mit europäischer Sangeskultur zu vermählen. “Und wenn ich es nicht schaffen sollte,” so der familienfreundliche Alpen-Dancer gestern bei der Deutschlandpremiere seines Grand Prix Videos “Vampires are Alive” im Frankfurter King Kamehameha Club vor handverlesenen Mitgliedern der rheinhessischen Medienbranche, “dann können sich Schweizer Künstler auf zehn Jahre und mehr ohne Furcht dem Euro-Publikum stellen. Denn wenn es der DJ Bobo nicht geschafft hat, dann ist es keine Schande, zu versagen.”
Wir wünschen dem sympatischen Botschafter sozialer Werte, der gerade von einer wohltätigen Reise ins ärmste Afrika zurückkommt, alles Gute! Denn immerhin wurde das fulminante Video zum Song unter Aufbietung der engagiertesten bundesdeutschen Köpfe in Regie und Postproduktion mit duzenden talentierter junger Schweizer Tänzer hergestellt - beim Grand Prix jedoch müssen sechs Vampire reichen, um den Schweizer Beitrag aus den Tiefen der zweistelligen Punkte auferstehen zu lassen.
Bilder vom Event in der Fotogalerie
15. März 2007 at 12:39
Der gestrige Abend stand ganz im Zeichen von “Networking”. Dafür bot der King Kamehameha Club einen perfekten Rahmen, der vor, WÄHREND und nach der Veranstaltung reichlich genutzt wurde.
Apropos Veranstaltung: die kam nett und belanglos daher. Wir wissen nun mehr über DJ Bobo, das tolle Produktions- und Postproduktionsteam sowie den European Song Contest.
Ach so: das Video gabs ja auch noch; am Anfang etwas verrauscht und nicht unbedingt in HDTV. Aber das lag wahrscheinlich daran, dass ich kurz vorher auf dem Kabel zum Beamer stand. Sorry dafür!
Eine kontroverse Auseinandersetzung mit dem Thema “Music Moves” gab es jedoch nicht. Für dieses Mal war das ok. Nun sollte aber beim m2 wieder inhaltlich Gas gegeben werden.
7. November 2009 at 02:07
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9. Mai 2010 at 21:13
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