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	<title>Kommentare zu: Quo Vadis Talentförderung in der Medienbranche?</title>
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	<description>Podcasts vom MedienMittwoch</description>
	<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 03:43:41 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Martin Kliehm</title>
		<link>http://weblog.medienmittwoch.de/2006-03-08/talentfoerderung/#comment-77</link>
		<dc:creator>Martin Kliehm</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Mar 2006 20:53:22 +0000</pubDate>
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		<description>Offen gestanden fand ich den Abend nicht so spannend.

Prof. Wahrenburg äußerte sich zu Talentförderung, aber nicht zu Medien. Zielgruppe der Business School scheinen ja mehr BWLer zu sein. Die Talentförderung durch (monetäre) Elitenbildung konnte jedoch über lange Strecken als Eigenwerbung für seine neue Uni verstanden werden.

Prof. Leonhard äußerte sich in der Keynote zu beiden Themen, aber das Potential wie auch die Bedürfnisse der &lt;em&gt;Neuen&lt;/em&gt; Medien scheinen noch nicht zu ihm vorgedrungen zu sein. Die neuesten Medien auf seinem Schirm sind noch Kino und TV, immer wieder verbunden mit dem „Standort“. Immerhin hielten sich seine rhetorischen Politikerfloskeln – und damit möchte ich zum Ende kommen – in Grenzen.

Beim Suhrkamp-Verlag läuft alles wie in den letzten fünfzig Jahren auch, nur die Konkurrenz ist größer geworden. Fortbildung gibt es zum Beispiel durch EDV-Kurse – ich war sprachlos. Und Saatchi &#038; Saatchi ist ein tolles internationales Unternehmen, aber die benötigten Fähigkeiten müssen sich die ehemaligen Praktikanten irgendwie selbst aneignen, bevor sie in die Familie aufgenommen werden.

Das klingt vielleicht ein wenig überspitzt, aber aus der Ankündigung hatte ich mir beispielsweise erhofft, an diesem Abend kritische Stimmen zur Praxis der Ausbeutung von Praktikanten zu hören.

Aus der Besetzung wiederum  hatte ich gehofft, ergäben sich Visionen, wie die zweifellos noch immer praxisfremde und in Bereichen der Kommunikation und Neuen Medien veraltete Universitätsausbildung auf eine synchrone Ebene des Informationsstands in den führenden Unternehmen gehoben werden könnte. Ja mehr noch, zum Motor von Innovation und Exzellenz würde!

In der Praxis werden Innovationen doch durch eine kleine internationale Experten-Elite vorangetrieben, die mit einem Netzwerk aus Weblogs und auf Konferenzen in Verbindung stehen. Die Universitäten hinken in technischen Teilbereichen (Webstandards), vor allem aber in sozialen Implikationen (Benutzerfreundlichkeit, Barrierefreiheit) um Jahre hinterher.

Aus den Äußerungen von Herrn Samak und Herrn Roeder könnte man vermuten, daß es in ihren Branchen beim Nachwuchs ähnlich aussieht, aber Lösungen aus der Misere wurden an diesem Abend nicht aufgezeigt. Alles läuft wie bisher.

Talent- (und Image-) förderung könnte ja auch sein, Adorno im Volltext ins Netz zu stellen. Doch im Verlagswesen versucht man lieber, Google Books zu blocken (was nicht gelingen wird), ein paar Jahre hinauszuzögern, über seine Rechte zu jammern, statt selbst Initiatve zu zeigen, Reaktion in Aktion umzuwandeln, Innovationsträger zu werden – und sei es nur, indem man die unterbezahlten Praktikanten an den Scanner stellt.

Insbesondere die Moderation vermochte es nicht, kontroverse Themen herauszukitzeln. Das Potential wäre vorhanden gewesen. Aber so saßen nun am Weltfrauentag fünf gediegene Herren auf dem Podium und plauderten bei einem unterfränkischen Bier, während zwei Reihen weiter hinten einer der Campus-Bewohner glücklich schnarchte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Offen gestanden fand ich den Abend nicht so spannend.</p>
<p>Prof. Wahrenburg äußerte sich zu Talentförderung, aber nicht zu Medien. Zielgruppe der Business School scheinen ja mehr BWLer zu sein. Die Talentförderung durch (monetäre) Elitenbildung konnte jedoch über lange Strecken als Eigenwerbung für seine neue Uni verstanden werden.</p>
<p>Prof. Leonhard äußerte sich in der Keynote zu beiden Themen, aber das Potential wie auch die Bedürfnisse der <em>Neuen</em> Medien scheinen noch nicht zu ihm vorgedrungen zu sein. Die neuesten Medien auf seinem Schirm sind noch Kino und TV, immer wieder verbunden mit dem „Standort“. Immerhin hielten sich seine rhetorischen Politikerfloskeln – und damit möchte ich zum Ende kommen – in Grenzen.</p>
<p>Beim Suhrkamp-Verlag läuft alles wie in den letzten fünfzig Jahren auch, nur die Konkurrenz ist größer geworden. Fortbildung gibt es zum Beispiel durch EDV-Kurse – ich war sprachlos. Und Saatchi &#038; Saatchi ist ein tolles internationales Unternehmen, aber die benötigten Fähigkeiten müssen sich die ehemaligen Praktikanten irgendwie selbst aneignen, bevor sie in die Familie aufgenommen werden.</p>
<p>Das klingt vielleicht ein wenig überspitzt, aber aus der Ankündigung hatte ich mir beispielsweise erhofft, an diesem Abend kritische Stimmen zur Praxis der Ausbeutung von Praktikanten zu hören.</p>
<p>Aus der Besetzung wiederum  hatte ich gehofft, ergäben sich Visionen, wie die zweifellos noch immer praxisfremde und in Bereichen der Kommunikation und Neuen Medien veraltete Universitätsausbildung auf eine synchrone Ebene des Informationsstands in den führenden Unternehmen gehoben werden könnte. Ja mehr noch, zum Motor von Innovation und Exzellenz würde!</p>
<p>In der Praxis werden Innovationen doch durch eine kleine internationale Experten-Elite vorangetrieben, die mit einem Netzwerk aus Weblogs und auf Konferenzen in Verbindung stehen. Die Universitäten hinken in technischen Teilbereichen (Webstandards), vor allem aber in sozialen Implikationen (Benutzerfreundlichkeit, Barrierefreiheit) um Jahre hinterher.</p>
<p>Aus den Äußerungen von Herrn Samak und Herrn Roeder könnte man vermuten, daß es in ihren Branchen beim Nachwuchs ähnlich aussieht, aber Lösungen aus der Misere wurden an diesem Abend nicht aufgezeigt. Alles läuft wie bisher.</p>
<p>Talent- (und Image-) förderung könnte ja auch sein, Adorno im Volltext ins Netz zu stellen. Doch im Verlagswesen versucht man lieber, Google Books zu blocken (was nicht gelingen wird), ein paar Jahre hinauszuzögern, über seine Rechte zu jammern, statt selbst Initiatve zu zeigen, Reaktion in Aktion umzuwandeln, Innovationsträger zu werden – und sei es nur, indem man die unterbezahlten Praktikanten an den Scanner stellt.</p>
<p>Insbesondere die Moderation vermochte es nicht, kontroverse Themen herauszukitzeln. Das Potential wäre vorhanden gewesen. Aber so saßen nun am Weltfrauentag fünf gediegene Herren auf dem Podium und plauderten bei einem unterfränkischen Bier, während zwei Reihen weiter hinten einer der Campus-Bewohner glücklich schnarchte.</p>
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		<title>Von: Basic Thinking Blog &#187; Quo Vadis Talentförderung in der Medienbranche?</title>
		<link>http://weblog.medienmittwoch.de/2006-03-08/talentfoerderung/#comment-76</link>
		<dc:creator>Basic Thinking Blog &#187; Quo Vadis Talentförderung in der Medienbranche?</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Mar 2006 12:11:45 +0000</pubDate>
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		<description>[...] ich durfte gestern f&#252;r den Medienmittwoch in Frankfurt zum Thema Quo Vadis Talentf&#246;rderung in der Medienbranche? auf dem Blog vom Medienmittwoch einen Beitrag erstellen. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] ich durfte gestern f&#252;r den Medienmittwoch in Frankfurt zum Thema Quo Vadis Talentf&#246;rderung in der Medienbranche? auf dem Blog vom Medienmittwoch einen Beitrag erstellen. [...]</p>
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