Weblogs - Revolution des Journalismus oder überschätztes Phänomen?

11. Januar 2006 von Martin Kliehm

18:58 – Alle Diskussionsteilnehmer sind schon vor Ort, nur Don Alphonso fehlt noch. Hat er den Sprung von Berlin nach Frankfurt nicht geschafft, sucht er noch sein südbayerisches Punk-Mädchen?

19:06 – Steve Jobs hat bei seiner gestrigen Keynote auch nicht pünktlich begonnen, doch der Saal füllt sich, und alle fiebern der Diskussion entgegen.

19:11 – Don Alphonso läuft an uns vorüber. Nun kann es nicht mehr lange dauern. Die restlichen Besucher sind eine interessante Mischung aus Nadelstreifen-Anzugträgern, Designerinnen und Programmierern in den obligatorischen schwarzen Pullovern. Das Thema scheint vielfältige Zielgruppen anzusprechen.

19:14 – Tobias Kirchhofer, Managing Director von BlueMars, eröffnet den Abend. Er führt kurz und ein bißchen abgelesen in das Blogging-Phänomen ein. Jede Sekunde entsteht ein neuer Blog. Während in den USA die Blogosphäre herrscht, spricht der Spiegel noch von „Klein-Bloggersdorf“. Applaus für das Live-Blogging…

19:17 – Vorstellung der hochkarätigen Gäste.

19:21 – Julius Endert’s Einführung hat das Thema „Martin Luther als erster Blogger – droht den klassischen Medien das gleiche Schicksal wie der katholischen Kirche?“: Luther hat mit seiner ungewöhnlichen Veröffentlichungsart an der Tür einer Kirche die üblichen Instanzen verlassen und regte den Gedankenaustausch an. Das Phänomen „Weblog“ sei von daher nicht neu, nur in einem neuen technologischen Gewand. Blogging wäre das Medium für Interaktion, das Internet als offener Meinungs-Marktplatz für alle, so wie es sich Tim Berners-Lee vorgestellt habe. Weblogs konkurrieren mit traditionellen Medienhäusern um die Aufmerksamkeit der User. Wahrhaftigkeit von Informationen sei durch den Querschnitt der vielfältigen Quellen überprüfbar (Beispiel BILDblog). Endert prognostiziert einen radikalen Wandel der Medienlandschaft, wenn jeder zum potentiellen Medienschaffenden wird und Information kostenlos zur Verfügung stellt. Ein kulturelles Phänomen entsteht (das Buzzword „Web 2.0“ fällt zum ersten Mal heute abend). „Wenn Luther heute leben würde, hätte er auch ein Weblog.“

19:33 – Moderator Christoph Salzig eröffnet die Diskussion. Einleitend befragt er das Publikum nach seinen Blogging-Kenntnissen. Fast alle kennen Weblogs, etwa die Hälfte liest Blogs regelmäßig, ungefähr ein Dutzend bloggt selbst.

19:36 – Don Alphonso sieht Blogs unabhängig von ihrer Größe als Konkurrenz für klassische Medien. Man müsse nicht einen neuen Spiegel gründen. Selbst Blogs mit nur fünf Lesern nehmen den klassischen Medien fünfe weg, da dieser „Mikrojournalismus“ hochspezialisiert auf seine Zielgruppe eingeht. Und fünf mal zweihunderttausend [ab heute zweihunderttausend und eins mit unserem] deutsche Blogs sind auch recht viele.

19:39 – Marcel Reichart stellt die Entscheidung von Burda vor, zum Beispiel im Umfeld von Focus Blogs anzusiedeln. Es sei noch sehr früh für die sich gerade etablierenden neuen Märkte.

19:43 – Volker Glaeser von Yahoo! kommentiert die Entwicklung in Deutschland, die der amerikanischen noch hinterher hinkt. Es sei derzeit noch eine abwartende Haltung, während in den USA nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität zunehme.

19:45 – Zuspiel des Balls an Google und weiter an Yahoo!: Der asiatische Markt wächst, was für die Regierung zum Beispiel in China „ein Problem“ wäre. Auf die Anspielung auf die Denunzierung eines chinesischen Bloggers durch Yahoo! und Zensur von Worten wie „Freiheit“, „Demokratie“, „Menschenrechte“ oder „Dalai Lama“ durch MSN versuchen die betroffenen Diskutanten, ihr gutes Gewissen „im Einklang mit den lokalen Gesetzen“ (auch wenn sie undemokratisch sind) und ihre Geschäftsinteressen zu verteidigen. Es gelingt nicht wirklich.

19:48 – Don Alphonso springt in die Bresche und kritisiert die Kommerzialität, die oftmals mit sozialer Integrität und Verantwortlichkeit kollidiert. Meiner Meinung nach Werte, die zunehmend eine Rolle auch in der öffentlichen Wahrnehmung von Unternehmen spielen. Darum lieben wir alle Google.

19:49 – Stefan Keuchel betont die Bedeutung von Weblogs für die Unternehmenskommunikation. Pressemitteilungen werden parallel auch in Google-Blogs gepostet. Die Redaktionen sind laut Julius Endert recht froh über Unternehmensblogs, aber sie beobachten auch Trends in der Blogosphäre. Allerdings stehe die Recherche bei Qualitätsartikeln im Vordergrund. Hm, viele Redaktionen übernehmen aber fast wortwörtlich Pressemitteilungen oder Agenturmeldungen, diese Qualität kann ich in der Realität nicht wirklich sehen…

19:55 – Ein zentrales Thema bei Weblogs ist letztlich die Glaubwürdigkeit der Quelle. Ein altes Thema in der Blogger-Szene. Christoph Schultheis meint, man müsse sich bei jedem Blog erst eine eigene Meinung bilden. Wenn BILD draufstehen würde, wüßte man eben, daß der Inhalt nicht der Wahrheit entspräche. Bei Weblogs wisse man das nicht (und nicht jedes Blog bekommt einen vertrauensweckenden Grimme-Preis wie BILDblog).

19:58 – Don Alphonso, selbst respektierter Journalist, betont die Individualität und Subjektivität der Weblogs, das narrative Element, welches den Unterschied zu herkömmlichen Artikeln bilde. Wenn ein Journalist stürbe, jucke das niemanden. Wenn ein Weblog verschwände, vermisse er es wie den zweiten Band einer Roman-Trilogie. Blogging sei wie Lagerfeuer-Erzählungen, habe eine ganz eigenständige journalistische Qualität. Szenenapplaus.

20:03 – Weblog als Entertainment? Podcasts und Videoblogs als nächste Medienform? Hätten wir ja gerne gewußt, aber Herr Glaeser hat nicht wirklich die Gabe, zuzuhören und verfolgt stattdessen seine Gedanken, betont die Interaktivität und die Musik-Downloads bei Yahoo!. Deutsche Meetingkultur…

20:05 – Don Alphonso widerspricht. Das Subjektive, nicht die Interaktion, sei der treibende Faktor. Kann man bei seinen prosaischen Ego-Blogs verstehen, der Mann schreibt schließlich auch Romane. Naja, einen bisher. Christoph Schultheis bricht hingegen eine Lanze für die Interaktivität. Zwar habe BILDblog keine Kommentarfunktion, bekomme aber sehr viele Hinweise aus der Leserschaft. Dadurch werden Inhalte generiert, an denen der Leser teilhabe. Viel mehr als im klassischen Journalismus, wo dieser Kontakt in der Regel fehlt.

20:10 – Unternehmenskommunikation: Die Begriffe PR und Marketing verwischen, wenn zum Beispiel Microsoft mit seinem IE-Blog direkt in die Entwicklerszene hineinreicht. Stefan Keuchel (Google) stellt das Einmaleins der guten Unternehmenskommunikation vor: Gute Blogs seien immer ein bißchen schräg. Don Alphonso nennt Sun, Scoble (?) und IBM als mißlungene Beispiele, bei denen in diversen Fällen die Kommunikation nach hinten losgegangen ist. Blogs seien außerdem keine geeigneten Quellen zur Unternehmenskommunikation mit Journalisten, weil sie nicht kurz und kompakt seien, über einen zu langen Zeitraum kommuniziert würden. Verstehe ich nicht. Es gibt doch RSS-Newsfeed-Funktionen, die ich genauso leicht lesen kann wie E-Mail-Newsletter?

20:16 – Marcel Reichart (übrigens die ideale Verkörperung des Burda-Moden-Dandys, sehr gute Besetzung), betont gerade die parallele Unternehmenskommunikation.

20:18 – Die erste Frage aus dem Zuhörerkreis. Gibt es in Deutschland namhafte CEOs, die selbst bloggen? Don Alphonso kennt einen, der allerdings Ghostwriter beschäftigt. Herr Glaeser beantwortet wieder nicht wirklich die Frage. Wann beginnt er zuzuhören? Mehr Yahoo! Marketing-Texte. Auch Moderator Christoph Salzig bemerkt das.

20:22 – Noch eine Frage aus dem Publikum: Wie kann man Weblogs finanzieren? Das Handelsblatt verfolgte den Iron Man auf Hawaii per Weblog in einer Form, wie sie sonst nicht möglich gewesen wäre. Neue Kanäle für Verlagshäuser, doch bisher noch ohne monetäre Anreize. Christoph Schultheis hofft für BILDblog leider vergeblich auf Spenden aus der Community und hat dafür eine GbR gegründet, doch verstehen die User nicht, daß er damit nicht Geld scheffeln möchte, sondern lediglich nicht drauflegen. Google hingegen verdient natürlich per AdSense.

20:25 – Blogging kann sich für Unternehmen positiv auf das Suchmaschinen-Ranking auswirken, da man besser gefunden wird, weil öfters verlinkt. Stichwort „Blogvertising“. Don Alphonso hat seinerseits mit dem Gegenteil Probleme: Sexuell-mißgeleiteten Suchmaschinen-Nutzern, die aufgrund eines unbedachten Wortes fälschlich bei ihm landen. Suchmaschinen verstünden einfach den Kontext nicht. [Mit Tim Berners-Lee’s semantischen Web ändert sich das aber alles wieder, oder?]

20:29 – Was ist der Unterschied zwischen einem Social Network, einem Business Network und einem Social Business Network? Allgemeines Schulterzucken. Julius Endert sieht das Social Network als umfassenden Überbegriff. Marcel Reichart sieht eine Vermischung, wie etwa in der Form von openBC oder dem Handelsblatt-Äquivalent handelsblatt.net.

20:32 – Ein Journalist und Blogger/Podcaster fordert das Monitoring von Kommunikation über Firmen als frühen Indikator für Stimmungsbilder und kritisiert die Unkenntnis der klassischen Werbung, die auf seinem kleinen Podcast Bannerwerbung schalten wollte.

20:40 – Ein Zuhörer kritisiert die Euphorie und mangelnde Kritik auf diesem Event, fordert einen Reality-Check, um das Thema nicht überzubewerten. Julius Endert meint, die Krise sei bislang hausgemacht, da die Medien durch immer neue Publikationen vor allem sich selbst Konkurrenz machten und noch nicht wirklich durch Weblogs leiden würden.

20:43 – Ein Zuhörer fragt nach der rechtlichen Variante. Darf man Texte aus Weblogs verwerten, oder verstößt man damit gegen Urheberrecht? Sind Weblogs sowas wie Open Source Quellen (aber selbst diese unterliegen Lizenzen)? Don Alphonso appelliert, die kreative Leistung zu respektieren. Er stellt verschiedene Nutzungsmöglichkeiten vor, die in die Richtung Creative Commons Lizenz gehen: some rights reserved.

20:48 – Wie kann man als Journalist die Blogosphäre organisieren? Nicht nur monitoren, sondern nutzen oder auch beeinflussen? Julius Endert zeigt am Beispiel des Handelsblatt-Wikis, daß man unbedingt die Meinungen der Leser beobachten muß, nicht ignorieren darf – und natürlich als Informations- und Inspirationsquellen nutzen.

20:53 – Tobias Kirchhofer verabschiedet die Teilnehmer. Der Google-Vertreter fragt nach der MedienMittwoch-Weblog-URL. Mal googlen, oder? ;)

Fotos

27 Responses to “Weblogs - Revolution des Journalismus oder überschätztes Phänomen?”

  1. Dr. Anja Rau Says:

    18:45 Countdown: noch 7 Minuten, bis diese Seite live geht. Der Saal füllt sich zusehends, auf dem einen oder anderen Stehtisch werden iBooks abgelegt. MAK und ich haben die beiden Patchkabel an uns gerissen - ich frage mich nur, wie die anderen live mitbloggen sollen, denn es gibt kein Wireless …

    19:16 Assoziation, die erste: Mit Einschlagen der Weblog-Technologie um 2000 konnte das Web endlich (wieder), was es laut Ted Nelson schon immer sollte: Publikationsmedium für alle sein. Was noch lange nicht heißt, das jeder auch gelesen oder gesehen wird. Wenn MAK z.B. weiter so langsam blogt, werde ich nie zum Kommentieren kommen.

    19:17 Eben hat KI uns vorgestellt. Ich würde natürlich gern, ohne Mikro, anbieten, dass jeder mal von meiner Tastatur aus Kommentare schreiben kann. Vielleicht liest dies ja einer der Anwesenden

    19:21 Noch so ein Ding beim Live-Bloggen:
    a) Am Ende bloggt man im Chat-Client und chattet ins Blog
    b) wenn man alle 3 Sätze klatschen muss, kann man nicht tippen. Hoffentlich spricht gleich mal jemand am Stück …

    19:23 Martin Luther als erster Weblogger. Interessant. Viele gute Gründe: öffentlich sprechen, Diskussion initiieren, Authoritäten herausfordern. Stimmt alles. Aber Luther hat doch nie News über seine Katze an die Tür genagelt?

    19:26 “Die Währung unserer Zeit ist die Aufmerksamkeit”

    19:28 Die hier genannte Furcht der Verlagshäuser davor, die Aufmerksamkeit der Zielgruppen zu verlieren, irgnoriert natürlich einen wichtigen Aspekt: Aufmerksamkeit ist nicht gleich Vertrauen.

    On the Internet nobody knows you’re a dog. Das gilt für Blogs mehr denn je.
    Und Vertrauen schafft die Marke des Publizierers.

    19:29 Und Kevin Sites kann auch nur Skandale provozieren, weil er als Journalist ein etablierter Name mit etabliertem Absender ist.

    19:30 http://www.kevinsites.net/

    19:34 “Wenn Luther heute leben würde, hätte er auch ein Weblog.” (Endert). - Nicht nur das, er hätte ein deutschsprachiges Weblog ;-)

    19:35 Info-Snack: fast alle im Saal lesen Weblogs, fast die Hälfte regelmäig, 1o% oder so haben ein eigenes (sie haben nicht gefragt, wie regelmäßig man postet)

    19:38 Brecht mit seiner Sender-Empfänger-Radio-Theorie darf natürlich an einem solchen Abend auch nicht fehlen

    19:39 Assoziation, die zweite: Blog wird ja durchaus vorgeworfen, dass hier jeder um des Bloggens Willen um seinen eigenen Bauchnabel herum bloggt. Zumindest für live-Blogging gilt das ganz deutlich.

    Unter dem Druck - oder mit der Lizenz - schön viel zu sagen zu haben, sagt man dann auch was.

    19:53 Assoziation, die dritte: Live-Bloggen ist kein journalistisches Bloggen. Journalistisch orientierte Blogger tendieren zu einem Ehren-Kodex, der ans Recherchieren bindet. Live-Bloggen ist Meinung. Bitte jetzt nicht mitdenken.

    19:56 Interessanter Einwurf von Marcel Reichert (wenn ich von hier hinten richtig sehe): wichtig ist (sinngemäß!) nicht so sehr die Aufmerksamkeit, die ein einzelner Blogger für sich reklamieren kann, sondern die Diskussion, der Austausch, der angeregt wird. - Und sei es durch Technoratis, Blogdexes, Monitoring.

    20:00 Don Alphonso mag Blogs nicht mit Journalismus vergleichen, denn: Themenorientierte journalistische Beiträge interessieren immer nur kleine spezialisierte Zielgruppen. (AR: Ich weiß nicht so rechte) Blogs sind subjektiv und narrativ, das zieht die Leute mehr rein. Stichwort: mein Lieblings-Blog macht zu = ich darf die nächsten Kapitel meines Lieblingsbuchs nicht lesen.

    20:01 Das Argument, dass nur Human Interest die Zielgruppen wirklich binden kann, plädiert auch irgendwo für das private Daytime-TV . Da wär ich vorsichtig …Aber schön plakativ ist so ein Redebeitrag natürlich

    20:04 Witzig auch (auf ne gewisse Weise): ausgerechnet bei dem “Rederecht für alle”-Thema Weblogs gibt es so gar keinen Drang vom Publikum an die Mikros. Alterantiv auf die Gesichter der Umstehenden, wenn ich anbiete, in einem anderen Fenster eigenen kommentare in dieses Blog zu posten.

    20:12 Anmerkung von Christoph Salzig bzgl. der nicht wirklich heftigen Beteiligung des Publikums.
    Es soll ja auch schon Konferenzen gegeben haben, auf denen sämtliche Diskussion in blog, Wiki und Chat abliefen, während die Beitragenden ein bisschen ausgeschlossen auf dem Podium ihre Vorträge gehalten haben.

    20:16 Alphonso: ich will mir als Journalist nicht über Monate die Geschichte aus dem Weblog zusammenziehen, sondern eine PR-Abteilung, die mir die Geschichte so anbietet, dass ich entscheiden kann, mach ich oder mach ich nicht.

    Klingt nach einer Absage an den investigativen Journalismus. Aber Obacht: das PR-Blog eines Unternehmens bietet kaum genug Futter für Investigation.

    20:21 Frage aus dem Publikum: Geschäftsmodelle mit Weblogs.

    Easy: der erste, zweite, dritte Weblog-Service-Anbieter.

    20:28 Thema “Blogvertising”: hoffe, MAK protokolliert oben die Kontext.

    Mein Kommentar: Man kommt natürlich nicht mit guten Stichwörtern in der Headline auf Seite 1 (von Google), sondern wenn man einen guten Page Rank hat, kommt man auch mit Begriffen, die nicht die Kernbotschaft des jeweiligen Posts tragen, sehr weit oben in den Suchergebnissen.

    20:30 Aufruf an die aktiven Wikipedisten unter den Lesern: die Begriffe “Social Network”, “Business Network” und “Social Business Network” scheinen noch der Definition zu harren.

    – MOM –

    20:33 Halbe Fahrt zurück: der Sprecher aus dem Publikum, der eben auf diesem Misstand hinwies, scheint zwar im Moment aufmerksamkeitsstark, jedoch nicht sehr verlässlich zu sein: Zumindest in der englischsprachigen Wikipedia werden zumindest die ersten beiden Begriffe erklärt.

    20:37 jetzt aus dem Publikum die Frage nach literarischen Blogs.

    Danke, Mark, via Jill: http://fictionalblogs.blogspot.com/

    20:39 Falls das hier jemand liest: wir bräuchten hier dringend zwei, drei Flaschen Wasser.

    20:44 “Open Source” heißt übrigens nicht (unbedingt), dass Inhalte von Dritten kommerziell genutzt werden dürfen. *räusper*

    20:47 Don Alphonso rügt “News Frankfurt” die ungefragt Blog-Beiträge als (eigene) News-Beiträge oder -Kommentäre abdruckt(e).
    Bei diesem Beispiel stellt sich dann auch wieder die Frage nach Aufmerksamkeit - Verlässlichkeit - Relevanz (Peters Katzenblog zum Thema Europawahl)

    20:52 Nach knapp 2 Stunden werden die Brezeln draußen für das Publikum offensichtlich immer attraktiver. Im Austausch strömt wieder sauerstoffhaltige Luft in den Raum. Philip Krug brachte die abschließende Frage aus dem Publikum nach dem Nutzer der Blogger (! nicht der Blogs) für die Journalisten.

    Ich scrolle fix mal hoch und schließe dann (vorläufig) mit Assoziation, der vierten: Gaaanz am Anfang waren Blogs ja mal gut kommentierte Link-Listen, keine Tipp-Marathons.

  2. Sonja Says:

    Da hat man und frau erlebt - Don Alphonso ist der Brüder Grimm von heute! Und er ist richtig gut gewesen!

  3. Martin Kliehm Says:

    Von wegen Brezeln, die sind schon abgeräumt, ebenso wie die Getränke. :(

  4. Andreas Wiedow Says:

    Hallo, Frau Dr. Rau,

    Re. social business network check here …
    http://www.ecademy.com/node.php?id=61415

    What is “Social Business Networking”?

    Obviously a mix of …

    A social network is a social structure between actors, mostly individuals or organizations. It indicates the ways in which they are connected through various social familiarities ranging from casual acquaintance to close familial bonds. (ecademy is not mentioned here… *schmunzelgrins*)

    and a

    A business network can be defined as a group of people that have some kind of commercial relationship. It could be a boss-employee, buyer-supplier, colleague-colleague, etc. (ecademy is not mentioned but others are… *schmunzelgrins*)

    Source: Wikipedia

    For me it is a redundant expression.

    S - o
    o - thers
    c - an’t you see
    i - ‘m
    a - cting total
    l - iberately ?

    … means taking (A). Not acting liberately means being a slave. Dead alive.

    Business comes from being busy in what I’m acting - means giving (B). Being not busy means heartbeat stopped. Dead.

    A and B may vary upon weather conditions.

    What the net keeps working is both. Giving and taking. Life.

    Giving and taking is inherent to both: Social and Business.

    Example: Whenever you find only Business mentioned in my contributions here the scent of Social sticks to it automatically.

    Now I wonder if that was really helpful. Was it ?

    Inquisitive with warm regards,
    Andreas Wiedow, who finds being busy more lively and straight than being social …

  5. Jens Says:

    wie blöd is das denn? kein wlan…

  6. Denkwart Says:

    Meine Eindrücke des Abends: Kontroverses Podium, bunt gemischtes Publikum, und ein Aaaaaaaaaaaandrang. Boah, war das eng. Tapfer rückten wir zusammen. :) Mein besonderer Dank gilt übrigens dem Sponsor Nespresso, dessen Ressourcen am längsten durchhielten, so dass wir uns auch zu vorgerückter Stunde am köstlichen Gebräu laben und unsere Lebensgeister wecken konnten.

    Von manch einem Podiumsteilnehmer hätte ich mir vielleicht mehr Leidenschaft und mehr Eloquenz gewünscht. Na ja, wie komme ich auch auf die verrückte Idee, von einem Pressesprecher sprachliches Ausdrucksvermögen zu erwarten? Egal. Und wann ich das letzte Mal auf einer Podiumsdiskussion einen Moderator mit Biss und Witz erlebt habe, weiß ich auch nicht mehr. Dabei gibt es doch auch solche Moderatoren, oder? Ich helfe gerne mit beim Suchen. :)

    Mein Fazit: Trotz allem, liebe Veranstalter, herzlichen Dank. Das war `ne gelungene Veranstaltung mit einem Thema ganz nahe am Zeitgeist.

  7. Zielpublikum Weblog Says:

    Medienmittwoch zum Thema Weblogs und Journalismus

    Ich war also doch noch da. Hier mein Bericht.

  8. Kristof Says:

    “ganz nahe am Zeitgeist”, weia. Also, ich habe nix gelernt.

  9. betonblog Says:

    Mannomann, wenn man sich mal überlegt, dass jeder der Anwesendenauf dem ‘Podium’ seine Firma re-präsentiert hat, dann bekommen anonyme Medienkonglomerate wie Google, Yahoo und Burda plötzlich Leib & Leben & Gesicht. Google sagt wenig, muß sich bei dem eigenen Erfolg wohl auch nicht sonderlich produzieren, sehr jung und leger. Der Bildblog kommt im Journalisten-Look ‘Classic’ mit Sakko, Ich-schreibe-Brille und Rollkragenpullover daher und hält die Fahne der Seriosität in einem Meer von vor sich hin delirierenden Teenager-Blogs (”Hab’ grad’ ne 5 in Mathe bekommen und draußen regnets…) und modernden Webleichen hoch. Man wolle ja gar kein großes Geld mit dem eigenen Blog verdienen, sondern sich nur “refinanzieren”. Das Publikum scheint sich zu fragen: wo endet “refinanzieren” und wo fängt verdienen an? Ist es ok, sich einen BMW refinanzieren zu lassen, oder muß man sich den schon verdienen? Don Alphonso im Gebrauchtwagenverkäufer-Outfit, dafür mit den brilliantesten Analysen des Blog-Phänomens (”narrative Form zwischen Roman und Journalismus”), spielt mit Genuß das enfant terrible der Herren-Runde. Hat übrigens niemand gestellt, die Standard-Frage: “Warum stehen da oben nur Männer?”, DAS hätte noch gefehlt, nachdem eine Dame aus dem Publikum DAS WAHRE LEBEN in Museen, dem Frankfurter Filmmuseum oder eben einfach nur abseits des Monitors sieht, man solle doch bitte bite nicht so viel bloggen. Und wir meinen: man sollte mehr Adorno lesen und dann bitte nicht mehr über das wahre Leben schwadronieren, das ohnehin ein glitschiger und obendrein launischer Fisch zu sein scheint, man kann es/ihn nicht festhalten. Don Alphonso dagegen redet zur aufgeworfenen These “Aufmerksamkeit ist die wahre Ware” immer nur von “Awareness”, “Awareness”, als ob die gute alte angestaubte Aufmerksamkeit seit dem Vorredner unerwartet verstorben ist. Das Handelsblatt (hochaufgeschossen, leicht streberhafter, humorverlassener Schreiberling) ist froh, im eigenen Blog auch mal was über den Ironman schreiben zu können. Das muß ein arg tristes Leben sein als Journalist, den ganzen lieben langen Tag langweilige schwäbische Schaffer und ihre Unternehmenszahlen porträtieren, aber nach Feierabend darf dann im Blog mal so ein abgefahrenes Thema wie der Ironman “abgefeiert” werden (O-Journalisten-Slang des Handelsblattes). In der Vita findet sich dann auch die Erklärung für den trockenen Auftritt: von 41 Lebensjahren zwölf als Zeitsoldat verbracht, BWL-Studium und Arbeit als Presse”offizier” (wie grüßt ein Presseoffizier einen Pressereferenten oder einen Pressegeneral?), da kommt einiges zusammen und wenig Freude auf. Yahoo tritt im Anzug mit Krawatte auf und wirkt wie (Achtung, Witz) die Kopie eines Consulting-Clons, wie es sie, gleich aussehend in gleich aussehenden Büros die gleichen So-macht-mans-Folien produzierend, wie Sand am Meer gibt. Redet von “Response”, sieht große Dinge kommen (der merkwürdige,aber stets zukunftsgewisse Blick in die Ferne, wie ihn Consultants so oft haben, ziellos und ohne Scharfstellung, aber immer nach vorne), die dann alle “geshared” werden und wiederkäut die Leerformel der “neuen Mediennutzung”. Man müsse mit Blogs eben auch irgendwie Geld verdienen und habe überhaupt kein Problem damit, in Deutschland und in China tätig zu sein, da gibt es für Yahoo keinen Grund, eine Unterscheidung zu treffen. Verdientes Geld heiligt die Mittel, ob es in einem verharzten spätindustriellen Deutschland oder einer prosperierenden Diktatur verdient wird. Geht der Blick nur nach vorne, sieht man keinen Tiananmen-Platz und andere Verbrechen der Geschäftspartner, wie Don Alphonso zu recht bemerkt. Der sehr gute Moderator entschuldigt sich dafür, dass Yahoo soviel Redezeit eingeräumt wird, aber Yahoo müsse gleich noch das Flugzeug kriegen und deshalb früher gehen. Gut, Zeitplanung muß man bei Yahoo wohl nicht lernen, aber sollte man nicht eher weniger Zeit bekommen, wenn man die Veranstaltung schon nicht für so wichtig hält? Burda sitzt als gefönter jungdynamischer Dandy mit Anzug und rosa Hemd auf dem Podium, Fit-for-Fun-Bunte-Freundin-Amica-Super-Illu bekommen ein Gesicht, aber über Allgemeinplätze nicht hinaus, aber auch hier wartet bereits das Flugzeug, oder, wie Max Goldt es so schön angekreidet hat: “der Flieger”.
    So, jetzt aber Schluß, der Flieger wartet.

  10. Basic Thinking Blog » Veranstaltung Medienmittwoch zum Thema Weblogs und Medien Says:

    [...] wie wars? Ganz nett. Das beste an der Veranstaltung? Die Small Talks danach und das gemütliche Kneipengespräch danach mit zwei Bloggern, Andrea und Don. Bevor ich alles wiederhole, könnt ihr alles beim frisch aufgemachten Medienmittwoch Blog (welcome to the Blogosphere, btw gute Wahl das mit Wordpress :-) und beim Blogger Endl.de prima nachlesen. weitere Artikel zu: bloggermeetings, medienmittwoch, msm, Veranstaltungen   [...]

  11. Frank Kerkau Says:

    Interessant zu wissen, wie in Deutschland das Thema Weblogs auf- bzw. angefasst wird. Aber irgendwie, scheint man noch nicht so richtig zu wissen, was man mit Blogs anstellen soll. Aber weil die nun schonmal da sind, müssen/sollten sie auch irgenwie genutzt werden. Warum? Die Leser nutzen Weblogs und in erster Linie zur Unterhaltung. Man erfährt ja nicht aller Tage, wer ‘ne “Fünf in Mathe” hatte oder wo es grad “draussen regnet”. Bei manchem lernt man was, bei anderen kann man eher was lehren. Ob kommerziell oder nicht, ob durch Werbung re- oder finanziert, wäre mir als Leser egal, wenn ich nur rechtzeitig - und das scheint mir eher ein Stichwort zu sein, welches offensichtlich vergessen wurde - also, wenn ich nur rechtzeitig erfahre, wo mein Nachbar seinen Urlaub verbringt. Für mich ist die Blogosphäre das High-Speed-Medium schlechthin. Ich wüsste im Moment kein anderes, welches mir schneller und bequemer Infos liefern kann. Vor ein paar Tagen hatte wir einen schönen Fall, der zeigte, wie schnell Klein-Bloggersdorf Infos verbreiten kann, noch bevor die anderen Medien etwas merken. Das ist für mich wichtig.

  12. Webmasterfind Says:

    Dürfte schon recht interessant sein dies MedienMittwoche. Allerdings habe ich hier irgendwie das Gefühl dass Google und Yahoo diese Plattform eher als Eigenwerbung benutzen als für eine breit angelegte Diskussionsrunde. Ist doch schade.

  13. sagichdoch? » MedienMittwoch Says:

    [...] Gestern in der Turnhalle des Handelsblattes: Eine Podiumsveranstaltung zum Thema ” Weblogs: Revolution des Journalismus oder überschätztes Phänomen?”. Gleich eins vornweg: es wurde über viel geredet, aber mit der Überschrift hatte der Inhalt wenig zu tun. [...]

  14. frankfurtine Says:

    Als Nicht-Bloggerin und Nicht-Journalistin, sondern ganz einfach Leserin, Konsumentin, Kundin ist mir gestern aufgefallen, dass keiner der Diskutanten mal daran gedacht hat, dass die verschiedenen Medien (Print + Online) doch auch ergänzend genutzt werden können. Ich lese Blogs UND Zeitschriften, denn im Netzt finde ich manche Dinge, die mich interessieren einfach schneller und in Print-Medien schätze ich Fotos, Layout etc. Für mich - wie für die meisten - sind doch auch TV und Print ergänzende Informationsquellen.

    Zudem wurde von Blogs doch nur im Sinne von entweder Journalismus oder “Entertainment” gesprochen. Aber, um Don Alphonso zuzustimmen, zählt für mich als Blog-Leserin der subjektive Eindruck, den jemand in seinem Blog rüberbringt.

  15. Basic Thinking Blog » Ein Luxusproblem von Bildblog Says:

    [...] Christoph Schultheis vom BILDBlog, der gestern auf dem Medienmittwoch oben auf dem Podium stand, hat ein Problemchen, das er während der Veranstaltung ungefähr so geäussert hat: Christoph Schultheis hofft für BILDblog leider vergeblich auf Spenden aus der Community und hat dafür eine GbR gegründet, doch verstehen die User nicht, daß er damit nicht Geld scheffeln möchte, sondern lediglich nicht drauflegen…. (aus dem Medienmittwoch Blog, Stelle 20:22) [...]

  16. Thomas Wanhoff Says:

    Ich fand Google schwach, sehr schwach sogar. Interessant war zu sehen, wie wenig Wissen es noch über Weblogs als Kommunikationsform gibt- und wie schnell Klischees aufkommen vom Nerd, der im Keller sich den Frust von der Seele schreibt. Selbst wenn er es tut und nur 10 Leser hat, dann kommuniziert er immerhin mit 10 Menschen.

    Insgesamt aber insofern gelungen, als dass es einen Überblick gab und mancher vielleicht sensibilisiert wurde.

  17. frankfurtine Says:

    Hier noch ein Link zu einem Artikel der Zeitschrift Fast Company, Is Print Doomed? Passt gut zum gestrigen Abend, finde ich.
    http://www.fastcompany.com/magazine/101/open-debate-extra.html

  18. mark793 Says:

    Hier kommt auch meine Kupfermünze zum gestrigen Abend:

    http://mark793.blogger.de/stories/369392/

  19. Doppelblogger Says:

    MedienMittwoch über die Veränderung der Medienlandschaft durch Weblogs

    Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. sieht einen „radikalen Umbruchprozess“ in der Medienlandschaft, vor allem hinsichtlich der Publikation und der Rezeption medialer Inhalte. So auf jeden Fall lautete das Fazit einer Diskussionsrunde…

  20. {clausmoser|com} Says:

    Blogging ’bout a revolution

    Die Eschersheimer Landstraße ist eine architektonische Umsetzung der Internet-Ökonomie, denke ich, als ich an diesem saukalten Winterabend zum Handelsblatt-Haus stolpere und mir die Fassaden der Häuser anschaue: Der Telco-Konzern neben dem Blumenlädchen, die Unternehmensberatung über dem Schlüsseldienst, die Spielhölle schräg gegenüber von der Versicherung. Hier sitzen sie unvermittelt nebeneinander wie Websites im Browser, Majors und Mittelstand, Global Player und Einzelhandel, Hedge-Fund und Handwerk. Genau das richtige Umfeld für eine Diskussion über Blogs und Medien. [...]

  21. Blogbiz » FAZ über Weblogs und Medien Says:

    [...] die FAZ fasst die Ergebnisse der Medienmittwoch Veranstaltung vom Januar 06 zusammen. Dort ging es um das Thema Weblogs und Medien. Der Aufschwung der Blogs könnte sogar zu einer Gefahr für die klassischen Medien werden, da dieser Mikrojournalismus einen Teil der Aufmerksamkeit der Nutzer abziehe, ohne aber selbst daraus Kapital schlagen zu können. “Es wird keinen wirtschaftlichen Gewinner geben, aber einen Verlierer - die klassischen Medien”, sagte Don Alphonso, ein Blogger der ersten Stunde, während einer Diskussionsveranstaltung in Frankfurt. Wenn die etwa 200.000 Blogger in Deutschland nur jeweils etwa zehn Leser hätten, gingen den klassischen Medien viel Aufmerksamkeit verloren. [...]

  22. Kaschig Says:

    Danke für das Aufgreifen des Themas:
    (Was war eigentlich das Ziel?)

    Als Ergebnis habe ich mitgenommen:

    1. Es gibt mindestens 2 Sorten von webblogs (wie es ja auch Zeitungen/ Zeitschriften/Rundfunk/Fernsehsender gibt für verschiedene Zielgruppen)
    solche, in denen „persönliche Befindlichkeiten“ verbreitet werden und solche für sachlichen Austausch.

    2. Für den Journalismus interessant sind die mit den sachlichen Blogs (?) entfachten Diskussionen, da sie teilweise Themen enthalten, die von Zeitschriften / Zeitungen aufgegriffen werden können.

    3. Redaktionen nutzen Blogger und Wikis für ihre Recherchen.

    4. Geschäftsmodelle?

    5. Den Unternehmen gleitet die Kontrolle über ihre eigene PR aus der Hand ? Die Bloggerinhalte sind nicht steuerbar?

    Was hat mir alles gefehlt, (das sind nur ein paar Hinweise von vielen)

    1. Die Darstellung der Suchmaschinen – war abgesehen von der Eigenwerbung – wenig erhellend, wie ist das eigentlich, wenn Blogger über rss ausgewertet werden, denken goggle/yahoo usw daran, daß rss sie dann in gewissem Umfang überflüssig macht ?

    2. Wie beschränkt rss (als Blogweiterentwicklung ) die Versendung von Newslettern? Newsletter werden über ein Redaktionsprogramm veröffentlicht, rss kann dazu quer die Auswertung zu Fragestellungen über verchiedene Redaktionsprogramme dem einzelnen Nutzer zur Verfügung stellen.

    6. Blogger ist nicht gleich Blogger, es gibt zahlreiche mit sehr verschiedenem Funktionsumfang, hat das irgendeinen Einfluß auf den Gebrauch in Redaktionen“? Z.B. autom Benachrichtigung per e-mail, vom Empfänder der e-mail genehmigungspflichtig ?

    7. Bei fast allen Bloggern kann der Nutzerkreis (Leser/Schreiber) verschiedene Funktionen haben, (Leser dürfen alles lesen, Schreiber nur mit Zugangsberechtigung schreiben) wird das eigentlich von Journalisten genutzt, wann?

    8. Was bewirkt die Tatsache, daß Nutzer/Leser infolge von Bloggern und Wikis den Zugang
    zu Informationen so haben wie Journalisten, führt der Gebrauch der gleichen Ausgangsinformationen zu den gleichen Schlüssen ? (Frage: Einordnung der Einzelinformation in einen Gesamtzusammenhang oder „geht Brockhaus pleite wegen Wikipedia?“Die Detaillexika Brockhaus sind eine Antwort? )

    9. Wird die Erfindung von Wikis in den Redaktionen zu einer anderen Form der Zusammenarbeit der Redakteure führen (mehrere können sehr problemlos an einem Artikel arbeiten, heute nur mit dem teuren Adobe oder dem umständlichen Word?), schnellere Fertigstellung ?

    10. Gleitet den Firmen die Kontrolle über ihre PR Arbeit aus der Hand, weil die Inhalte von Bloggern nicht steuerbar sind ?

    Schade, wenn das Thema schon zu Ende ist

    Textende / Kaschig 22.01.06

  23. Martin Kliehm Says:

    Google-Vertreter Stefan Keuchel betonte vor zwei Wochen noch, daß sie nicht auf dem chinesischen Markt tätig seien und darum Vorwürfe von Zensur und Menschenrechtsverletzungen für sie irrelevant seien. Das hat sich jetzt geändert: China turns screws on media as Google self-censors

  24. Dielmann Says:

    Die Podiumsveranstaltung im Handelsblatt vor zwei Wochen fand ich – beinahe erschreckend – unkonzentriert. Oder doch nicht?

    Auf Ihren Hinweis, die Bloggenden als „Mikromedien“ würden die klassischen Medien (-strukturen) auflösen, gab es keine wirkliche Reaktion oder Position.
    Daß im Weblog-Journalismus »news« durch so etwas wie »Anregungen« ersetzt würden, keine Reaktion.
    Daß blogs quasi »Persönlichkeiten« seien oder sein müßten, wollen sie denn eine gewisse Wiedererkennbarkeit, Trag- (heißt dann marketingtechnisch auch: Reich-) weite und Lebensdauer haben, gab es keine wirkliche Einlassung.
    Welche Radikalität des Kommunizierens und Marktbegriffs entsteht, wenn die Forderung »Wenn ein Unternehmen bloggt, dann muß es ALL seine Kommunikation via Bloggen machen«, das wurde gar nicht erst aufgegriffen.
    Die aus dem Publikum kommende Verknüpfung »Bloggen und Literatur«, wiewohl ziemlich naiv und beinahe kitschig sentimental vorgebracht, hat offenbar keinen weiteren Gedanken über »Fiktionalität vs. Faktizität« angestoßen.
    Gerade hinsichtlich der Aspekte Literarizität (im Sinne von Fiktion) und »Persönlichkeit« (solcher »Phänomene« wie Blogs) wäre da viel drin gewesen.
    Grundlegend überraschend war in jedem Falle, die im Publikum (das ja wohl vor allem aus Medien- und PR-, Marketing- und Werbe-Agentur-Leuten bestand) vorhandene Unkenntnis der sogenannten Blogosphäre.
    Erschreckend ist dies jedenfalls in der Konstellation: wenn die anwesenden 120 Zuhörenden, die so etwas wie Marktbildner (für Agenturkunden und Leser) sind, so lämmerunbedarft sind, während oben bei den drei Groß-Institutionen am (Meinungs-) Markt, man möchte fast fürchten: konzentriert, geschwiegen wird.

    Axel Dielmann, axel dielmann – verlag Frankfurt am Main

  25. Basic Thinking Blog » Medienmittwoch: Krisen-PR Says:

    [...] Kleine Kritik sei erlaubt: Ihr habt den ersten Blogbericht besser gemacht, quasi live mitgebloggt. So konnte man im Nachhinein der Veranstaltung besser folgen, denn sowas ist immer sich etwas entwickelndes, das man idR durch einen zusammenfassenden Bericht kaum noch nachvollziehen kann. [...]

  26. EpiBlog.de Says:

    Bloga Fett, Internet-Kopfjäger

    Bloga Fett - Kopfjäger im Internet

    Sie ist eine neverending Story, die Debatte, ob Blogs denn nun eine Gefahr für den traditionellen Journalismus sind oder nicht. Sie wurde schon vor Jahren geführt. Und wird es immer noch. Da sind gewisse Erm…

  27. marco kitzmann » Bloga Fett, Internet-Kopfjäger Says:

    [...] Sie ist eine neverending Story, die Debatte, ob Blogs denn nun eine Gefahr für den traditionellen Journalismus sind oder nicht. Sie wurde schon vor Jahren geführt. Und wird es immer noch. Da sind gewisse Ermüdungserscheinungen eigentlich kein Wunder, wenn wieder mal einer hergeht und versucht, das Verhältnis zwischen Bloggern und Journalisten zu (er)klären. Matthias Armborst hat’s trotzdem gemacht - und für seine Studie “Kopfjäger im Internet oder publizistische Avantgarde” erwartungsgemäß auch Prügel einstecken müssen. Auch mal nur für eine Pressemitteilung zu seinem Buch, die gar nicht er, sondern das herausgebende Netzwerk Recherche verbrochen hat. [...]